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Plantafel Software für Handwerk: Funktionen und Nutzen

// craftivo  ·  17 Min  ·  06.11.2026

Montagmorgen, das Telefon klingelt: Ein Mitarbeiter ist krank, das Material fehlt und eine Kolonne steht noch an der alten Baustellenadresse. Du verschiebst Termine auf der Magnettafel, schreibst Nachrichten und hoffst, dass alle denselben Stand haben. Genau diese Abstimmung sollte Dir eine Plantafel-Software abnehmen, statt eine weitere Liste zu erzeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was Plantafel-Software im Betrieb wirklich tut

Plantafel-Software ist eine digitale Tafel, auf der Mitarbeitende, Zeitfenster, Baustelle und Projektstand in einem gemeinsamen Arbeitsstand zusammenlaufen. Sie übernimmt die Übersicht der Magnettafel im Büro, verbindet die Karten aber mit den Informationen zum Auftrag.

An der Magnettafel stehen links die Namen der Kolonnen. Daneben hängen Baustellenkarten und Termine. Das funktioniert, solange alle im Büro vorbeikommen und Änderungen überschaubar bleiben.

Nehmen wir eine Malerkolonne, die am Montag kurzfristig die Baustelle wechseln soll. Ohne gemeinsame Planung rufst Du den Vorarbeiter an, änderst einen Zettel und schickst die neue Adresse in den Gruppenchat. Im Büro liegt trotzdem noch die alte Wochenliste.

Ein Termin statt mehrerer Nachrichten

Mit einer verbundenen Plantafel änderst Du den Einsatz am Auftrag. Die Beteiligten sehen die aktualisierte Zuordnung im Büro und auf dem Handy, sobald die Änderung synchronisiert ist. Entscheidend ist nicht die Farbe der Karte, sondern die Verbindung zum richtigen Projekt.

Der Unterschied zum Kalender liegt im Inhalt:

  • Kalender: Zeigt, wann ein Termin stattfindet.
  • Plantafel: Zeigt zusätzlich, wer eingeplant ist, wo gearbeitet wird und welcher Arbeitsschritt ansteht.
  • Verbundener Auftrag: Liefert Leistungsumfang, Ansprechpartner und Rückmeldungen von der Baustelle.

Infografik zur Funktionsweise von Plantafel-Software für die digitale Koordination von Mitarbeitern, Baustellen und Terminen im Betrieb.

Laut der repräsentativen Bitkom-ZDH-Befragung setzten 2020 bereits 53 Prozent der Handwerksbetriebe digitale Technologien oder Anwendungen ein, nach 45 Prozent im Jahr 2017; 27 Prozent nutzten Cloud Computing. Digitale Einsatzplanung gehört damit zu einem breiteren Wandel im Handwerk.

In Craftivo planst Du Einsätze so, dass Du erkennst, welcher Mitarbeiter wo eingeteilt ist und was auf der Baustelle als Nächstes ansteht. Das ersetzt keine Einschätzung des Bauleiters, schafft aber eine gemeinsame Grundlage.

Eine farbige Tafel allein digitalisiert noch keinen Ablauf. Der Nutzen wächst, wenn tatsächliche Zeiten und Baustellenfortschritt zur Planung zurückkommen.

Die Kernfunktionen und was sie dir bringen

Die beste Funktionsliste bringt wenig, wenn Dein Monteur trotzdem nach der Adresse fragen muss. Wähle Funktionen deshalb nach dem Problem, das sie lösen, nicht nach der Länge der Produktbeschreibung.

Kernfunktionen einer Plantafel und ihr Nutzen im Alltag

Funktion Was sie tut Beispiel aus dem Alltag Nutzen im Betrieb
Einsatzplanung Wer arbeitet wann wo, Termine per Drag-and-drop verschieben Die Kolonne wechselt am Mittwoch von der Hauptstraße zum Gartenweg. Du verschiebst den Termin mit der Maus. Weniger Rückfragen am Telefon
Ressourcenverwaltung Mitarbeitende, Qualifikationen und Fahrzeuge im Blick behalten Für die Abnahme planst Du den Elektriker mit passender Prüfberechtigung ein. Du erkennst, wer frei und fachlich passend ist.
Mobile App Monteure sehen Termine, Adresse und Notizen auf dem Handy. Der Monteur sieht die geänderte Adresse vor der Abfahrt. Änderungen erreichen die Baustelle.
Zeiterfassung und Doku Start- und Endzeit, Fotos und Fortschritt direkt am Auftrag Der Maler fotografiert den Zustand der Wände vor Arbeitsbeginn. Nachvollziehbare Nachkalkulation und dokumentierter Ausgangszustand
Integration Anbindung an Microsoft, Google und externe Systeme über eine API Termine erscheinen im Microsoft-Kalender, den das Büro ohnehin nutzt. Weniger doppelte Eingaben bei passend eingerichteter Verbindung

Was beim Einstieg zuerst zählt

Ich würde mit Einsatz, Objektadresse und mobiler Rückmeldung anfangen. Damit löst Du die dringendsten Fragen: Wer fährt wohin, was soll dort passieren und ist die Arbeit fertig?

Das Büro braucht dafür eine übersichtliche Ansicht im Browser. Monteure brauchen eine Mobile App, in der sie den nächsten Einsatz ohne langes Suchen finden. Prüfe die Bedienung mit einem echten Auftrag, nicht nur mit einer hübsch gefüllten Demo.

Bei Craftivo verbinden wir Angebote und Rechnungen, Einsatzplanung, Zeiterfassung, Baustellendokumentation, Projektdateien, Berichte und Teamkommunikation. Unsere Mobile App ist für Monteure gedacht; außerdem bieten wir eine Microsoft- und Google-Integration.

Nicht alles sofort verplanen

Fahrzeuge und Geräte solltest Du ergänzen, wenn sie tatsächlich Engpässe verursachen. Einen gemeinsam genutzten Transporter zu berücksichtigen hilft. Jede Leiter als eigene Ressource zu pflegen erzeugt dagegen Aufwand ohne entsprechenden Nutzen.

  • Bei häufigen Rückfragen zählt der schnelle Zugriff auf Adresse und Arbeitsauftrag.
  • Bei knappen Fachkräften brauchst Du gepflegte Qualifikationen und Verfügbarkeiten.
  • Bei unklaren Projektkosten haben Zeiterfassung und eindeutige Auftragszuordnung Vorrang.

Wie Du Mitarbeitende, Geräte und Fahrzeuge sinnvoll zusammenführst, zeigt der Leitfaden zum Planen von Ressourcen. Wichtig bleibt: Eine Verbindung zu anderen Kalendern muss eindeutig regeln, wo Du Termine bearbeitest. Sonst entstehen trotz Schnittstelle widersprüchliche Einträge.

Einen Auftrag Schritt für Schritt auf die Plantafel bringen

Als Beispiel soll ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen, Treppenhaus und Fassade gestrichen werden. Plane die Bereiche getrennt, damit eine Verzögerung an der Fassade nicht automatisch alle Innenarbeiten blockiert.

Vom Angebot zum ausführbaren Einsatz

  1. Auftrag mit Objektadresse anlegen. Erfasse Kundendaten, Baustellenadresse und Ansprechpartner vor Ort. Die Rechnungsadresse der Hausverwaltung ist nicht zwingend die Adresse, zu der Deine Kolonne fahren muss.

  2. Freigegebenes Angebot zuordnen. Lege Angebot und Absprachen direkt ins Projekt, so beginnt auch unser Auftragsablauf. Kennzeichne den gültigen Stand, damit niemand nach einer überholten Leistungsbeschreibung arbeitet.

  3. Kolonne und Aufwand eintragen. Für einen ersten Innenabschnitt könntest Du beispielsweise zwei Maler für drei Arbeitstage ansetzen, ausdrücklich als Planannahme. Ordne den Einsatz dem Bereich zu, statt den gesamten Auftrag als undurchsichtigen Block zu behandeln.

  4. Belegung und Voraussetzungen prüfen. Kontrolliere, ob Mitarbeitende schon anderweitig verplant sind und ob Zugang, Material und Vorarbeiten passen. Ein freier Termin bedeutet noch nicht, dass die Baustelle ausführungsbereit ist.

  5. Einsatz mobil bereitstellen. Der Monteur braucht Adresse, Ansprechpartner und konkrete Leistungen am Termin. Besondere Zugänge, etwa der Schlüssel beim Hausmeister, gehören ebenfalls dazu.

Eine Infografik zur schrittweisen Planung von Kundenaufträgen bei einem Mehrfamilienhaus mithilfe einer digitalen Plantafel Software.

Rückmeldungen für die nächste Planung nutzen

  1. Zeiten und Zustand vor Ort festhalten. Die Kolonne erfasst Start, Ende und Unterbrechungen und legt Fotos am Auftrag ab. Fotos, Notizen und Fortschritt bleiben bei uns mit dem Auftrag verbunden und sind im Büro sofort sichtbar.

  2. Soll und Ist vergleichen. Prüfe nach Abschluss, welcher Bereich mehr Aufwand gebraucht hat und warum. Zusätzliche Untergrundarbeiten musst Du anders bewerten als Wartezeit wegen eines verschlossenen Gebäudes.

Ein brauchbarer Zeiteintrag nennt nicht nur den Mitarbeiter, sondern auch Auftrag und Tätigkeit. So erkennst Du später, ob die kalkulierte Zeit fürs Abdecken, Vorbereiten oder Streichen gereicht hat. Nachträge ergänzt Du mit Anlass, Leistungsumfang und dokumentierter Abstimmung.

GoBD sind die Grundsätze für die ordnungsgemäße Führung und Aufbewahrung elektronischer Bücher, Aufzeichnungen und Belege. Nach den GoBD des Bundesfinanzministeriums musst Du eingehende elektronische Geschäftsbriefe und Buchungsbelege grundsätzlich im eingegangenen Format aufbewahren.

Ein Baustellenfoto ersetzt deshalb keinen Rechnungsbeleg. Ordne Rechnung, Auftrag, Nachtrag und Dokumentation demselben Projekt zu, ohne die steuerliche Aufbewahrung mit einer bloßen Fotoablage zu verwechseln.

Die Funktionsübersicht hilft Dir, diesen Ablauf vom Angebot bis zur Rückmeldung mit Deinen bisherigen Arbeitsschritten abzugleichen.

Ausfälle, Verzögerungen und Überstunden umplanen

Eine volle Plantafel ist noch kein belastbarer Plan. Entscheidend ist, wie Du reagierst, wenn ein Einsatz nicht mehr wie vorgesehen stattfinden kann.

Krankmeldung und fehlendes Material

Bei einer Krankmeldung zeigt Dir die Zuordnung, welche Baustellen betroffen sind. Mit gepflegten Qualifikationen erkennst Du mögliche Ersatzkräfte, aber Du entscheidest, ob ein Wechsel fachlich und organisatorisch sinnvoll ist.

Ziehe nicht automatisch jemanden von einer laufenden Baustelle ab. Prüfe zuerst, ob dort ein kritischer Arbeitsschritt offenbleibt oder ein anderer Mitarbeiter allein nicht weiterarbeiten kann. Manchmal ist eine ehrliche Terminverschiebung besser als Unruhe auf mehreren Baustellen.

Bei verspätetem Material brauchst Du eine verlässliche Rückmeldung am Auftrag. Ein unverbindlicher Liefertermin darf nicht als bestätigte Verfügbarkeit in die Planung eingehen.

Die Tafel zeigt freie Zeitfenster und mögliche Ausweichaufträge. Du klärst, ob dort Zugang, Werkzeug und Vorarbeiten passen. Erst dann schickst Du die Kolonne los.

Qualifikation und Arbeitszeit

Bei einer Elektroabnahme reicht die Information „Mitarbeiter frei“ nicht aus. Du brauchst die passende Qualifikation und gegebenenfalls die betriebliche Beauftragung für die konkrete Prüfung. Eine Ressourcenansicht hilft nur, wenn diese Angaben richtig hinterlegt sind.

Beim Überstundenrisiko vergleichst Du geplante Einsätze mit tatsächlich erfassten Zeiten. Eine Wochenansicht allein reicht nicht, weil Du auch den einzelnen Arbeitstag und die Pausen betrachten musst.

Der Leitfaden von Bosch OfficeOn zur Einsatzplanung nennt als Grundregel acht Stunden tägliche Arbeitszeit, verlängerbar auf zehn Stunden mit entsprechendem Ausgleich, sowie die Pausenschwellen bei sechs beziehungsweise neun Arbeitsstunden. Plane Pausen rechtzeitig ein und prüfe die konkret geltenden Anforderungen, statt aus einer freien Kalenderfläche auf zulässige Mehrarbeit zu schließen.

Für die Umplanung gilt: Die Software zeigt Belegungen und Abweichungen. Du verantwortest die Entscheidung, ob der Einsatz fachlich, zeitlich und sicher durchführbar ist.

Dafür müssen folgende Angaben stimmen:

  • Termin und Dauer: Einschließlich realistischer Wege und Übergaben.
  • Qualifikation: Passend zur tatsächlich vorgesehenen Tätigkeit.
  • Objektadresse: Mit Zugang und Ansprechpartner.
  • Materialstatus: Bestätigt, offen oder blockiert.
  • Ist-Zeiten: Einschließlich erfasster Unterbrechungen.

Lege außerdem fest, wer eine Änderung bestätigt und wer den Kunden informiert. Eine gute Baustellenkommunikation verhindert, dass Du zwar richtig umplanst, der betroffene Mitarbeiter aber noch nach dem alten Stand arbeitet.

Plantafel im Alltag verschiedener Gewerke

Die folgenden Situationen sind typische Planungsszenarien. Jedes Gewerk setzt andere Schwerpunkte, doch immer brauchst Du einen ausführbaren Auftrag und eine klare Rückmeldung.

Maler und SHK

Maler, morgens im Treppenhaus: Die Kolonne beginnt im Mehrfamilienhaus und entdeckt beschädigten Putz hinter einer entfernten Verkleidung. Sie fotografiert den Zustand und ergänzt eine Notiz am Auftrag, bevor sie den Bereich weiterbearbeitet.

Das Büro kann den zusätzlichen Aufwand klären und einen Nachtrag vorbereiten. Du entscheidest, ob die Kolonne zunächst in einer Wohnung weiterarbeitet. Für Malerbetriebe zählt deshalb neben der Belegung besonders die Zuordnung von Fotos und Zusatzleistungen zum richtigen Bereich.

SHK, kurz vor dem Wartungstermin: Ein Kunde meldet einen Heizungsausfall. Du prüfst die Dringlichkeit und suchst einen passenden Kundendienstmonteur, statt pauschal den nächsten freien Mitarbeiter zu schicken.

Muss die geplante Wartung weichen, vereinbarst Du mit dem betroffenen Kunden eine neue Zeit und bestätigst sie per Nachricht. Trage das Ergebnis direkt am Auftrag ein. Bei SHK-Betrieben muss die Planung solche Eingriffe ermöglichen, ohne zugesagte Wartungen aus dem Blick zu verlieren.

Illustration zeigt die Anwendung der Plantafel Software zur effizienten Bauprojektplanung und Koordination von Handwerkern auf Baustellen.

Elektro und Dachdecker

Elektro, am frühen Nachmittag: Im Neubau steht eine Abnahme an. Der eingeplante Mitarbeiter ist verfügbar, hat aber nicht die dafür erforderliche Prüfberechtigung.

Du ordnest eine geeignete Fachkraft zu und prüfst deren bisherigen Auftrag, bevor Du ihn verschiebst. Für Elektrobetriebe sollte deshalb nicht nur der Name, sondern auch die Eignung für den Arbeitsschritt sichtbar sein.

Dachdecker, vor der Abfahrt: Der Wetterumschwung macht die vorgesehenen Dacharbeiten unsicher. Du stoppst die Ausführung und prüfst, welche vorbereiteten Ersatzarbeiten möglich sind.

Verschiebst Du mehrere Baustellen, musst Du auch Gerüst, Material und zugesagte Folgetermine berücksichtigen. Die Monteure bekommen den aktualisierten Einsatz aufs Handy. Bei Dachdeckerbetrieben bleibt die Sicherheitsentscheidung bei der verantwortlichen Person, nicht beim Kalender.

Für GaLaBau kommt die saisonale Planung hinzu. Pflegearbeiten, Pflanzungen und Erdarbeiten brauchen unterschiedliche Voraussetzungen.

  • Boden und Wetter: Entscheiden mit darüber, ob Du eine Arbeit ausführen kannst.
  • Maschinen: Müssen zum Einsatz passen und verfügbar sein.
  • Ersatzarbeiten: Sollten vorbereitet sein, bevor die geplante Baustelle ausfällt.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Lass Dir einen echten Ablauf zeigen: Auftrag anlegen, Mitarbeiter zuweisen, Termin verschieben und Rückmeldung erfassen. Eine überzeugende Bildschirmansicht genügt nicht, wenn Dein Büro danach weiterhin Nebenlisten braucht.

In einer repräsentativen Bitkom-ZDH-Befragung unter 504 deutschen Handwerksbetrieben nannten 81 Prozent Zeitersparnis als wichtigen Vorteil digitaler Anwendungen. Genau daran solltest Du die Auswahl ausrichten: Welche Arbeit fällt tatsächlich weg?

Prüffragen für den Praxistest

Prüffragen an Plantafel-Software und warum sie zählen

Kriterium Frage an den Anbieter Warum es zählt
Rollen und Rechte Kann ich Büro, Bauleitung und Monteuren getrennte Rechte geben? Monteure sollen Termine sehen können, ohne automatisch Zugriff auf Preise zu erhalten.
Konfliktprüfung Warnt das System, wenn ein Mitarbeiter doppelt eingeplant ist? Du erkennst Doppelbuchungen bereits beim Anlegen.
Drag-and-drop-Umplanung Lassen sich Termine verschieben, ohne sie neu anzulegen? Du vermeidest unnötige Neueingaben bei Änderungen.
Mobile Nutzung Funktioniert die App auf der Baustelle auf dem Handy? Monteure brauchen Informationen vor Ort.
Historie der Änderungen Wird jede Terminänderung mit Zeitpunkt und Person gespeichert? Du kannst nachvollziehen, wer eine Verschiebung vorgenommen hat.
Schnittstellen Gibt es Anbindungen an Microsoft, Google oder eine API? Du kannst vorhandene Systeme gezielt anbinden.
Rechnungsweg Kann ich E-Rechnungen empfangen und Zahlungen verfolgen? Die Einsatzplanung sollte nicht vor der Abrechnung enden.
Preis pro Nutzer Wie viele Büro- und Mobile-Nutzer sind im Plan enthalten? Zusätzliche Nutzer können Mehrkosten verursachen.

Bei Schnittstellen bieten wir eine Microsoft- und Google-Integration sowie einen API-Zugang für externe Systeme. Eine API ist eine technische Verbindung, über die Programme Daten austauschen können. Kläre trotzdem, welche Daten übertragen werden und wer die Verbindung einrichtet.

Nicht nur Funktionen vergleichen

Prüfe die App dort, wo Du sie brauchst: im Keller, auf dem Gerüst und im Fahrzeug vor der Abfahrt. Lass Dir zeigen, was bei fehlendem Empfang verfügbar bleibt und wann Änderungen synchronisiert werden. Unterstelle keine Offline-Funktion, nur weil eine App vorhanden ist.

Für die Einordnung kompletter Büroabläufe bietet der Praxisnahe Überblick über Handwerkerprogramme von Stay Digital einen ergänzenden Vergleich. Entscheidend bleibt Dein eigener Test mit Deinen Aufträgen.

  • Stammdaten vorbereiten: Kunden, Objektadressen, Mitarbeitende und Qualifikationen bereinigen.
  • Kalkulationssätze hinterlegen: Damit Angebot und Nachkalkulation dieselbe Grundlage haben.
  • Verantwortung festlegen: Eine Person pflegt den verbindlichen Plan, die Kolonne meldet Abweichungen.

Kaufe keine Automatisierung für einen Ablauf, dessen Zuständigkeiten noch ungeklärt sind.

Wann sich die Plantafel rechnet und dein nächster Schritt

Kleine Betriebe müssen besonders genau auf den Einführungsaufwand achten. In der von HERO veröffentlichten Studie zur Digitalisierung im Handwerk investierten in den betrachteten vergangenen fünf Jahren 16 Prozent der Betriebe mit zwei bis fünf Mitarbeitenden in Digitalisierung, gegenüber 100 Prozent der großen Betriebe.

Daraus folgt nicht, dass kleine Teams keinen Bedarf haben. Für Deine Entscheidung zählt, ob der vermiedene Abstimmungsaufwand die laufenden Kosten und die zusätzliche Pflege übersteigt.

Mit eigenen Stunden und Euro rechnen

Die folgende Rechnung setzt 50 Euro je eingesparter Stunde als Annahme an. Das ist keine Marktangabe und nicht automatisch zusätzliches Geld auf Deinem Konto. Der Wert entsteht erst, wenn Du die freie Zeit sinnvoll nutzen kannst.

Der Starter-Plan kostet 59 Euro pro Monat bei monatlicher Zahlung.

Beispielrechnung: Wann sich die Plantafel rechnet

Gesparte Zeit pro Monat Wert bei 50 Euro pro Stunde Starter-Plan bei monatlicher Zahlung
1 Stunde 50 Euro 59 Euro
2 Stunden 100 Euro 59 Euro
5 Stunden 250 Euro 59 Euro
10 Stunden 500 Euro 59 Euro

Im angenommenen Fall mit zwei gesparten Stunden bleiben rechnerisch 41 Euro nach dem Monatspreis, vor Einführungsaufwand und weiteren Kosten. Zähle deshalb nicht nur vermiedene Telefonate, sondern auch die Zeit fürs Anlegen und Pflegen der Daten.

Der Starter-Plan enthält einen Büronutzer und zwei Mobile-Nutzer. Premium enthält zwei Büro- und vier Mobile-Nutzer. Business enthält drei Büro- und sechs Mobile-Nutzer und kostet bei jährlicher Zahlung ab 139 Euro pro Monat, 22 Prozent günstiger.

Den ganzen Auftragsweg berücksichtigen

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können; laut den FAQ des Bundesfinanzministeriums zur E-Rechnung reicht dafür zunächst ein E-Mail-Postfach, während für die Ausstellung Übergangsfristen bis 31. Dezember 2026 und bei höchstens 800.000 Euro Vorjahresumsatz bis 31. Dezember 2027 gelten.

Eine Plantafel allein löst diesen Rechnungsweg nicht. Prüfe beim Mehrfamilienhaus, welches strukturierte Rechnungsformat der Geschäftskunde benötigt und wie Leistungsnachweise zur Abrechnung gelangen.

Mein Vorschlag für den Einstieg:

  • Nutzer zählen: Büroarbeitsplätze und tatsächlich benötigte mobile Zugänge getrennt erfassen.
  • Eine Woche notieren: Telefonate, Umplanungen und Suchaufwand festhalten.
  • Einen laufenden Auftrag testen: Einschließlich digitaler Zeiterfassung auf der Baustelle.
  • Nettoentlastung prüfen: Gesparte Zeit abzüglich zusätzlicher Datenpflege bewerten.

Nutze den kostenlosen Test über 14 Tage, bevor Du Dich festlegst. Entscheidend ist nicht, ob die Tafel ordentlich aussieht, sondern ob Dein Team weniger nachfragen muss.

Häufige Fragen zu Plantafel-Software

Lohnt sich Plantafel-Software für einen Betrieb mit zwei Monteuren?

Ja, wenn regelmäßige Umplanungen und Rückfragen genügend Zeit kosten. Bei der angenommenen Stundenbewertung reicht eine einzelne gesparte Stunde noch nicht, rechne deshalb mit Deinen eigenen Aufzeichnungen statt mit einem pauschalen Versprechen.

Ersetzt die Plantafel meine Buchhaltungssoftware?

Nein. Die Plantafel organisiert Einsätze; für Rechnungen, steuerliche Belege und deren ordnungsgemäße Aufbewahrung brauchst Du passende Funktionen und einen geregelten Ablauf.

Muss jeder Monteur die Mobile App nutzen?

Nein, statte zunächst diejenigen aus, die unterwegs Termine abrufen oder Rückmeldungen erfassen sollen. Das Büro arbeitet im Browser; ohne eigenen mobilen Zugang braucht ein Mitarbeiter einen klar geregelten Informationsweg über die Kolonnenleitung.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich wechsle?

Kläre vor dem Test, welche Daten Du exportieren kannst und in welchen Formaten. Dazu gehören nicht nur Kundenadressen, sondern auch Projektdateien, Zeiten und die nachvollziehbare Zuordnung zum Auftrag.

Muss ich schon E-Rechnungen ausstellen?

Empfang und Ausstellung sind getrennte Pflichten. Ob Du bereits strukturiert ausstellen musst, hängt unter anderem von der anwendbaren Übergangsregelung und dem Geschäftsvorgang ab; eine gewöhnliche PDF ist keine strukturierte E-Rechnung.


Mit Craftivo verbindest Du Plantafel, Zeiterfassung, Baustellendokumentation sowie Angebote und Rechnungen in einem gemeinsamen Arbeitsstand. Nimm einen laufenden Auftrag und prüfe, ob Büro und Kolonne damit weniger abstimmen müssen: craftivo 14 Tage kostenlos testen. Weniger Büro. Mehr Überblick. Mehr Baustelle.

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