Skonto im Handwerk: richtig gewähren, ausweisen und verbuchen

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung: Zahlt der Kunde innerhalb einer kurzen Frist (z. B. 14 Tage), darf er einen Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abziehen. Üblich sind 2 bis 3 Prozent. Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht.

Stand: 24. Juni 2026 · Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Was ist Skonto und wie funktioniert es?

Skonto ist ein Anreiz: Du belohnst Deinen Kunden dafür, dass er die Rechnung schnell — und vor allem vor Fälligkeit — bezahlt. Im Gegenzug verbesserst Du Deine Liquidität und musst dem Geld nicht hinterherlaufen.

Eine typische Formulierung lautet: „Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen 3 % Skonto, sonst 30 Tage netto.“ Die Höhe ist frei vereinbar; in der Praxis liegen die Sätze meist bei 2 bis 3 Prozent.

Skonto korrekt ausweisen und verbuchen

Auf der Rechnung genügt der Hinweis auf die Skonto-Vereinbarung (z. B. „3 % Skonto bei Zahlung bis …“). Den geminderten Betrag musst Du nicht zusätzlich ausrechnen. Wichtig: Der Skontohinweis sollte immer auf der Rechnung stehen — fehlt er, kann das beim Geschäftskunden den Vorsteuerabzug gefährden.

Umsatzsteuerlich ist Skonto eine Entgeltminderung: Du buchst die Rechnung zunächst mit dem vollen Betrag. Zieht der Kunde tatsächlich Skonto, korrigierst Du die Umsatzsteuer im Voranmeldungszeitraum der Zahlung (§ 17 UStG). Eine berichtigte Rechnung ist dafür nicht nötig.

Fallstricke — besonders am Bau

Vorsicht bei Skontoklauseln, die der Auftraggeber vorgibt: Beginnt die Skontofrist erst mit der „Rechnungsprüfung“, ist die Klausel häufig unwirksam — der Auftraggeber hätte es sonst in der Hand, die Frist beliebig zu verzögern (so u. a. OLG Düsseldorf, 23 U 196/20). Ein auf Basis einer solchen Klausel gezogener Skontoabzug ist dann unberechtigt, und Dir steht der volle Werklohn zu.

Ob Skonto auch auf Abschlagszahlungen oder bei Teilzahlung wegen Mängeln gilt, hängt von der konkreten Vereinbarung ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Formuliere Deine Skontofrist deshalb klar und beziehe sie aufs Rechnungsdatum — nicht auf eine Prüfung. Im Zweifel hilft rechtlicher Rat.

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Häufige Fragen

Wie viel Skonto ist üblich?
Üblich sind 2 bis 3 Prozent bei Zahlung innerhalb einer kurzen Frist (oft 14 Tage). Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht — die Höhe ist frei vereinbar.
Muss ich Skonto auf der Rechnung ausweisen?
Ein Hinweis auf die Skonto-Vereinbarung gehört auf die Rechnung (§ 14 Abs. 4 Nr. 7 UStG). Den geminderten Betrag musst Du nicht zusätzlich ausrechnen. Fehlt der Hinweis, kann das beim Geschäftskunden den Vorsteuerabzug gefährden.
Wie wird Skonto umsatzsteuerlich behandelt?
Skonto ist eine Entgeltminderung. Die Rechnung wird mit dem vollen Betrag gebucht; zieht der Kunde Skonto, korrigierst Du die Umsatzsteuer im Voranmeldungszeitraum der Zahlung (§ 17 UStG). Eine berichtigte Rechnung ist nicht nötig.

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