Beste Handwerkersoftware: 7 Lösungen im Vergleich

Welche Software hält Büro und Baustelle zusammen? Du kennst die Situation: Das Angebot für ein Mehrfamilienhaus liegt im Büro, während die Kolonne ihre Zeiten per Handy erfasst. Später fehlen Fotos, Notizen oder eine klare Zuordnung zum Auftrag. Für die Rechnung beginnt die Suche in Chats, Ordnern und Kalendern.
Die beste Handwerkersoftware muss deshalb mehr können als Angebote und Rechnungen. Entscheidend sind eine verständliche Bedienung, mobile Nutzung, GAEB- und Angebotserstellung, Plantafel, Zeiterfassung, Baustellendokumentation, Integrationen, passende Preispläne und vor allem ein gemeinsamer Arbeitsstand für Büro und Baustelle.
Dieser Vergleich ordnet sieben Lösungen an einem konkreten Ablauf ein. Im Mittelpunkt stehen Betriebe mit 2 bis 50 Mitarbeitenden, vom Angebot über Planung und Ausführung bis zu Rechnung und Nachkalkulation. Die Auswahl zeigt nicht nur Funktionslisten, sondern auch, für wen ein System passt und wo du genauer hinschauen solltest.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Craftivo
- 2. ToolTime
- 3. HERO Software
- 4. openHandwerk
- 5. WinWorker
- 6. pds Handwerkersoftware
- 7. blue:solution mit Tophandwerk und smarthandwerk pro
- Top-7 Handwerkersoftware: Kurzvergleich
- So findest Du die passende Lösung für Deinen Betrieb
1. Craftivo
Craftivo verbindet Angebots- und Rechnungswesen, Projekte, Plantafel, Zeiterfassung und Baustellendokumentation in einer cloudbasierten Lösung. Du arbeitest im Browser oder per mobiler App. Büro, Bauleitung und Monteure greifen damit auf denselben Projektstand zu.
Der auffälligste Unterschied liegt in der KI-gestützten Angebotserstellung. Du kannst eine freie Beschreibung eingeben oder ein GAEB-Leistungsverzeichnis importieren. Daraus erstellt Craftivo ein kalkuliertes Angebot mit Positionen, Mengen und Preisen. Eigene Kalkulationssätze, Textbausteine und Vorlagen sorgen dafür, dass das Ergebnis zu deinem Betrieb passt.
GAEB ist im Bauwesen der deutsche Standard für strukturierte Ausschreibungen und Vergaben. Die GAEB-Organisation verweist dabei auf STLB-Bau als Standardleistungsbuch für standardisierte Leistungsbeschreibungen. Für einen Malerbetrieb, der ein Leistungsverzeichnis für ein Mehrfamilienhaus erhält, ist der Import deshalb mehr als eine Komfortfunktion. Du kannst Positionen digital weiterverarbeiten, statt sie erneut abzutippen.
Ein Arbeitsstand für Büro und Baustelle
Nach der Beauftragung bleibt der Auftrag im selben System. Die Plantafel zeigt Termine und Zuständigkeiten. Die Kolonne erfasst Arbeitszeiten direkt am Einsatzort, lädt Fotos hoch und ergänzt Fortschrittsmeldungen. Diese Informationen stehen anschließend für Abrechnung und Nachkalkulation bereit.
Die zentrale Projektakte ordnet Berichte, Dateien, Nachweise und Kommunikation der Objektadresse zu. Das hilft besonders dann, wenn mehrere Baustellen parallel laufen und Rückfragen nicht in privaten Chatverläufen verschwinden sollen. API sowie Microsoft- und Google-Integrationen ermöglichen außerdem die Anbindung an bestehende Systeme.
Praktische Regel: Teste nicht nur, ob ein Angebot entsteht. Prüfe, ob aus genau diesem Angebot ein geplanter Auftrag, ein Zeiteintrag, eine Fotodokumentation und eine Rechnung werden.
Craftivo richtet sich an kleine und mittlere Handwerksbetriebe, Bau- und Projektleiter, Bürokräfte und Monteure. Die Lösung wurde gemeinsam mit Handwerksbetrieben entwickelt und ist für einen Baustellenalltag mit mehreren Rollen und Kolonnen ausgelegt.
Preislogik und Grenzen
Die Preispläne heißen Starter, Premium und Business. Der Starter-Tarif kostet monatlich 59 Euro, bei jährlicher Abrechnung ab 39 Euro pro Monat. Premium liegt monatlich bei 79 Euro, jährlich ab 59 Euro. Business kostet monatlich 179 Euro, jährlich ab 139 Euro. Büro-Nutzer kosten zusätzlich 29 Euro pro Monat, Mobile-Nutzer 9 Euro. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Craftivo-Preise und eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte machen die Kosten vor dem Start prüfbar.
Die Kehrseite: Zusätzliche Nutzer erhöhen den Monatsbetrag. Erweiterte KI-Funktionen wie ein KI-Agent sind angekündigt, aber noch nicht verfügbar. Eine ausdrücklich beschriebene Offline-Funktion ist nicht ersichtlich, deshalb solltest du die Nutzung bei schwacher Internetverbindung im Test prüfen.
Für Betriebe, die Angebote, GAEB, Plantafel, mobile Zeiterfassung und Dokumentation in einem gemeinsamen Arbeitsstand verbinden wollen, ist Craftivo die fokussierteste Lösung in diesem Vergleich. Der Einstieg passt besonders zu Teams, die weniger zwischen Einzelprogrammen wechseln möchten.
2. ToolTime
ToolTime setzt auf einen schnellen Einstieg und eine schlanke Bedienung. Die cloudbasierte Lösung deckt Angebote, Aufträge, Rechnungen und Mahnwesen ab. Für einen Betrieb, der bisher Angebote in einer Vorlage schreibt und Rechnungen anschließend manuell überträgt, liegt der Nutzen vor allem im durchgängigen Auftragsfluss.
Die Plantafel und Terminverwaltung helfen bei der Einsatzplanung. Monteure nutzen die mobile App für Zeiterfassung und Fotodokumentation. Ein Auftrag für eine Heizungswartung kann dadurch vom Bürotermin bis zum Arbeitsnachweis digital begleitet werden.
Geeignet für den mobilen Alltag
ToolTime passt zu kleinen und mittleren Betrieben, die Außendienstprozesse schnell digitalisieren möchten. Die mobile Ausrichtung ist hilfreich, wenn Mitarbeiter selten am Schreibtisch sitzen und Zeiten oder Fotos direkt beim Kunden erfassen sollen. Eine DATEV-Schnittstelle unterstützt den Übergang in die Buchhaltung. Mit ToolTime Pay gibt es außerdem eine optionale Möglichkeit für Kartenzahlungen.
Die Lösung bleibt bei komplexeren ERP-Fragen möglicherweise weniger tief. Wenn du ein umfangreiches Lager, detaillierte Einkaufsprozesse oder eine stark verzweigte Materialwirtschaft brauchst, solltest du diese Abläufe im Vorführtermin konkret prüfen. Ein Angebot für ein Mehrfamilienhaus ist dafür ein besserer Test als eine allgemeine Produktdemo.
Preisprüfung vor dem Start
Die konkreten Preise der Grundpakete sind nicht vollständig öffentlich ausgewiesen. Das erschwert den direkten Vergleich mit Anbietern, die Monatsbeträge offen nennen. Lass dir deshalb ein Szenario für deine Nutzerzahl kalkulieren und frage nach Kosten für zusätzliche Büro- und Mobile-Zugänge.
ToolTime ist eine sinnvolle Wahl, wenn du schnell starten willst und vor allem Angebote, Rechnungen, Plantafel, Zeiten und Fotos brauchst. Für den Vergleich lohnt sich auch der ToolTime-Vergleich mit Craftivo. Die ToolTime-Website zeigt dir, welche Schnittstellen und Module für deinen Betrieb verfügbar sind.
3. HERO Software
HERO Software deckt den Ablauf vom Büro bis zur Baustelle breit ab. Angebote, Aufmaße, Rechnungen, Kalkulation und Nachkalkulation gehören zum Kern. Für einen Elektro- oder SHK-Betrieb ist das interessant, wenn nicht nur der Rechnungsversand, sondern auch Material, Arbeitszeit und Auftragsergebnis zusammengehören sollen.
Die mobile App bringt Zeiten, Dokumente, Unterschriften und Fotodokumentation auf die Baustelle. Ein Monteur kann einen Arbeitsnachweis beim Kunden erstellen und unterschreiben lassen. Die Bauleitung sieht anschließend, welche Informationen zum Auftrag bereits vorliegen.
Tiefe für typische Gewerke
HERO arbeitet mit Schnittstellen zu Großhandel und Buchhaltung. Genannt werden unter anderem Datanorm und IDS-Connect. Diese Anbindungen können den Aufwand reduzieren, wenn du regelmäßig Artikel, Preise oder Bestelldaten aus dem Fachhandel übernimmst.
Branchenspezifische Workflows für SHK, Elektro und Ausbaugewerke sprechen für eine Prüfung nach Gewerk. Ein HERO-Vergleich mit Craftivo hilft dir dabei, nicht nur die Anzahl der Funktionen, sondern deren Platz im Arbeitsablauf zu betrachten.
Die Breite bringt aber auch eine Entscheidung mit sich. Module und Einstellungen können die Einarbeitung anspruchsvoller machen. Du solltest vor Vertragsabschluss festlegen, welche Prozesse sofort laufen müssen und welche Funktionen später dazukommen können.
Beim Vorführen zählt der Ablauf, nicht die Modulliste. Lass dir zeigen, wie ein Aufmaß in ein Angebot, eine Baustellenzeit in die Nachkalkulation und ein unterschriebener Bericht in die Projektakte gelangt.
HERO passt zu Betrieben, die viele Prozesse aus einer Hand abbilden wollen und bereit sind, die Einführung strukturiert zu planen. Die Paketpreise können sich ändern und von Aktionen abhängen. Prüfe daher das aktuelle Angebot direkt auf der HERO-Website, statt mit alten Preisangaben zu rechnen.
4. openHandwerk
openHandwerk bildet den Auftrag als zusammenhängenden Prozess ab. Die Strecke reicht von Anfrage und Angebot über Disposition und Ausführung bis zur Schlussrechnung. Das ist besonders hilfreich, wenn im Büro mehrere Personen arbeiten und gewerbliche Mitarbeiter nur die Informationen sehen sollen, die sie für ihren Einsatz benötigen.
Das Preismodell ist rollenbasiert. Kaufmännische und gewerbliche Nutzer werden getrennt betrachtet. Für einen Betrieb mit Büro, Bauleitung und mehreren Monteuren kann diese Logik besser passen als ein einheitlicher Zugangspreis für jede Person. Trotzdem solltest du die tatsächliche Nutzerzahl und die benötigten Rechte vorab sauber aufschreiben.
Disposition mit Rückmeldung
Kalender und Plantafel unterstützen die Einsatzplanung. Mitarbeiter bestätigen Aufgaben per App. Digitale Unterschriften, Formulare und ein Dokumentenmanagementsystem ergänzen die mobile Auftragsbearbeitung.
Nehmen wir einen Dachdeckerbetrieb mit einer Objektadresse und mehreren Terminen. Die Disposition legt den Einsatz an, die Kolonne erhält die Aufgabe, der Kunde unterschreibt den Arbeitsnachweis und die Unterlagen bleiben am Auftrag. Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Historie, statt dass Informationen über Telefon, Papier und einzelne E-Mails verteilt bleiben.
Wo du genauer prüfen solltest
Branding- und Formularfunktionen können als kostenpflichtige Zusatzmodule hinzukommen. Bei tiefem Lager, Wareneingang oder speziellen ERP-Anforderungen kann openHandwerk weniger passend sein als eine stärker materialwirtschaftlich ausgerichtete Lösung.
Die openHandwerk-Seite gibt dir einen Überblick über Module, Rollen und Support. Für die Abgrenzung zu Craftivo kannst du den openHandwerk-Vergleich heranziehen. openHandwerk eignet sich vor allem für Betriebe, die Rollen, Auftrags-Historie und einen standardisierten Prozess höher gewichten als eine besonders spezialisierte Kalkulationslogik.
5. WinWorker
WinWorker gehört zu den etablierten Lösungen mit Desktop-Ursprung und mobilen Erweiterungen. Die Software deckt Angebote, Aufträge, Rechnungen, Projektverwaltung und Ausschreibungsprozesse ab. GAEB-Funktionen sind ein wichtiger Punkt für Betriebe, die regelmäßig mit Leistungsverzeichnissen arbeiten.
Ein Malerbetrieb kann ein Leistungsverzeichnis übernehmen, Positionen kalkulieren und den Auftrag anschließend in der Projektverwaltung weiterführen. Mobile Erweiterungen unterstützen Zeiterfassung und Fotodokumentation. Zusatzmodule für Kasse, Lager und Bestellwesen erweitern den Baukasten.
Stark bei Ausschreibungen und Modulen
Die breite Modulstruktur ist ein Vorteil, wenn dein Betrieb bereits klare kaufmännische Abläufe besitzt und diese schrittweise ausbauen möchte. Fachhandelspartner und ein etabliertes Umfeld können bei Einführung und Betreuung eine Rolle spielen. Gleichzeitig musst du genau prüfen, welche Funktion in welchem Modul steckt.
Der Desktop-Ursprung kann sich in der Bedienlogik bemerkbar machen. Wenn deine Monteure hauptsächlich per Smartphone arbeiten und das Büro eine reine Browserlösung erwartet, solltest du die mobile Nutzung nicht nur ansehen, sondern selbst testen. Lass einen Mitarbeiter einen Zeiteintrag erstellen, ein Foto dem Projekt zuordnen und einen Bericht abschließen.
Preis und Einführung
Die Preisstruktur ist modular und oft variabel. Konkrete Beträge werden häufig erst auf Anfrage genannt. Rechne deshalb nicht nur die Grundlizenz, sondern auch Erweiterungen für Lager, Kasse, mobile Nutzung und zusätzliche Arbeitsplätze.
Die WinWorker-Website ist der richtige Startpunkt für die aktuelle Modulübersicht. WinWorker passt zu Betrieben, die GAEB, Ausschreibungen und einen großen Funktionsbaukasten benötigen. Für einen kleinen Betrieb mit wenigen, klaren Abläufen kann die Lösung dagegen umfangreicher wirken als nötig.
6. pds Handwerkersoftware
pds richtet sich an Handwerks- und Bauunternehmen mit höheren Anforderungen an ERP, Einkauf, Materialwirtschaft, Service und Finanzprozesse. Die Software läuft als SaaS-Lösung in der pds Cloud. Mobile Apps verbinden Monteure und Serviceteams mit den kaufmännischen Abläufen.
Der Unterschied zu leichteren Tools zeigt sich bei Material und Einkauf. Ein Betrieb kann Angebote, Aufträge und Rechnungen mit Bestellungen, Lagerinformationen und Preismanagement verknüpfen. Für einen SHK-Betrieb mit vielen Serviceeinsätzen ist diese Tiefe relevanter als eine besonders einfache Angebotsmaske.
Für wachsende Strukturen
Die mobilen pds-Apps unterstützen Serviceeinsätze, Zeiterfassung und Dokumentation. Schulungen, Updates und betreuter Cloud-Betrieb gehören zum Einführungsmodell. Die pds-Akademie ist dabei ein Hinweis darauf, dass der Anbieter die Einführung nicht nur als technische Freischaltung versteht.
Das kann ein Vorteil sein, wenn mehrere Rollen, viele Prozesse und klare Verantwortlichkeiten zusammenkommen. Ein Betrieb sollte aber ausreichend Zeit für Einrichtung und Anpassung einplanen. Daten, Rechte, Materialstämme und Abläufe müssen vor dem Start sauber vorbereitet werden.
Je größer die Prozessdichte, desto wichtiger ist ein Einführungsplan. Definiere zuerst den Ablauf für Angebot, Einkauf, Einsatz, Rechnung und Nachkalkulation. Danach entscheidest du, welche Module wirklich gebraucht werden.
Die Preise sind nicht pauschal öffentlich ausgewiesen. In der Regel brauchst du eine individuelle Angebots- oder Projektkalkulation. Auf der pds-Website solltest du deshalb gezielt nach Gesamtaufwand, Schulung, Customizing und laufender Betreuung fragen.
pds passt zu wachsenden Betrieben, die eine umfassende ERP-Struktur für Material, Service und kaufmännische Prozesse brauchen. Für ein kleines Team, das vor allem Angebote, Plantafel, mobile Zeiten und Fotos digitalisieren möchte, kann die Einführung zu schwergewichtig sein.
7. blue:solution mit Tophandwerk und smarthandwerk pro
blue:solution steht für eine Produktfamilie klassischer Handwerkersoftware. Tophandwerk, früher TopKontor Handwerk, wird in die neue Generation smarthandwerk pro überführt. Bestandskunden werden weiterhin unterstützt, trotzdem musst du vor dem Kauf klären, welche Produktgeneration und welches Modul du tatsächlich erhältst.
Die klassischen Büroprozesse umfassen Angebote, Aufträge, Rechnungen, Kalkulation, Projektverwaltung und Nachkalkulation. Je nach Version und Modul kommen GAEB, Belegprozesse und ZUGFeRD-Unterstützung hinzu. Die mobile my blue:app hand:werk unterstützt Reparaturaufträge und Dokumentation.
Baukastensystem mit Übergang
Die modulare Struktur kann zu unterschiedlichen Betriebsgrößen passen. Ein Elektrofachbetrieb mit bestehenden Büroprozessen kann gezielt Funktionen ergänzen, statt sofort sämtliche Abläufe umzustellen. Das Partnernetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt die etablierte Marktposition, sagt aber allein noch nichts darüber aus, wie gut die aktuelle Version zu deinem Arbeitsalltag passt.
Genau hier liegt die wichtigste Prüffrage. Wenn im Vertrieb Tophandwerk, smarthandwerk pro und mobile App nebeneinander genannt werden, lass dir den konkreten Ablauf zeigen. Du solltest wissen, wo Angebote erstellt werden, wie ein Auftrag mobil bearbeitet wird und ob die Nachkalkulation im selben System bleibt.
Die blue:solution-Website hilft dir bei der Orientierung durch Produktnamen und Module. Transparente Cloud-Gesamtpreise sind nicht immer öffentlich. Kalkuliere daher Lizenzen, Zusatzmodule, mobile Zugänge und den Übergang von einer älteren Generation in die neue Lösung.
blue:solution passt zu Betrieben, die etablierte Strukturen, modulare Erweiterungen und langfristige Partnerbetreuung suchen. Für einen Betrieb, der eine möglichst einfache Cloud-Oberfläche mit einem klaren mobilen Arbeitsstand bevorzugt, kann die Produktwelt erklärungsbedürftiger sein.
Top-7 Handwerkersoftware: Kurzvergleich
| Produkt | 🔄 Implementierungskomplexität | ⚡ Effizienz / Ressourcenanforderungen | ⭐ Erwartete Ergebnisse | 📊 Ideale Anwendungsfälle | 💡 Kernvorteile / Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Craftivo | Niedrig–mittel; Cloud/Apps, schnelle Inbetriebnahme | Geringer IT‑Aufwand; Abo-Kosten + Zusatznutzer möglich | Hohe Zeitersparnis bei Angebotserstellung; konsistente Kalkulationen ⭐⭐⭐⭐ | Kleine–mittlere Handwerksbetriebe (2–50), Baustellennahe Teams | KI‑Angebote, GAEB‑Import, Echtzeit‑Doku |
| ToolTime | Sehr niedrig; schneller Rollout | Mobile‑first, geringere Einstiegskosten; optionale Schnittstellen | Schnelle Umsetzung grundlegender Prozesse; solide Mobilabdeckung ⭐⭐⭐ | Kleine Betriebe, schnelle Digitalisierung, Monteure | Einfache UI, erweiterbar (DATEV, Payment) |
| HERO Software | Mittel; modularer Aufbau, Auswahl erforderlich | Moderater Implementierungsaufwand, modulbasierte Kosten | Umfangreiche Büro‑bis‑Baustellen‑Funktionen; starke Branchendeckung ⭐⭐⭐⭐ | SHK, Elektro, Ausbaugewerke mit spezialisierten Workflows | Umfangreiches Feature‑Set, gute Baustellenintegration |
| openHandwerk | Mittel; Cloud‑Onboarding verfügbar | Rollenspezifisches Preismodell; transparente Kostenstruktur | Durchgängige Prozesskette und Historie; skalierbar ⭐⭐⭐ | Betriebe mit Fokus auf Prozessdurchgängigkeit und Disposition | Transparente Preisstruktur, stetiger Support/Updates |
| WinWorker | Mittel; Desktop‑Herkunft, Migrationsaspekte | Modulare Zusatzkosten; Fachhandelspartner notwendig | Breites Funktionsspektrum, stark bei GAEB/Ausschreibungen ⭐⭐⭐ | Betriebe mit GAEB‑Anforderungen und etablierten Prozessen | Langjährige Marktpräsenz, großes Ökosystem |
| pds Handwerkersoftware | Hoch; ERP‑Implementierung und Customizing | Höherer Aufwand für Einrichtung/Schulung; betreuter Cloud‑Betrieb | Tiefe ERP‑Funktionalität für Material, Einkauf & Service ⭐⭐⭐⭐ | Wachsende Betriebe/Mittelstand mit komplexer Materialwirtschaft | Skalierbar, umfangreiche Schulungs‑ und Supportangebote |
| blue:solution (Tophandwerk / smarthandwerk pro) | Mittel; Produktgenerationen prüfen | Modulares Lizenzmodell; Partnernetz für Implementierung | Solide Büroprozesse & Nachkalkulation; klassisches Lizenzmodell ⭐⭐⭐ | Betriebe mit Bestandslösungen oder Bedarf an modularer Struktur | Weit verbreitet, GAEB‑/Belegunterstützung, modular anpassbar |
So findest Du die passende Lösung für Deinen Betrieb
Die beste Handwerkersoftware hängt nicht von der längsten Funktionsliste ab. Entscheidend ist, ob Dein Betrieb den täglichen Ablauf ohne Medienbrüche abbilden kann. ToolTime passt zu einem schnellen, schlanken Einstieg. HERO Software deckt breite Handwerksprozesse ab, während openHandwerk den rollenbasierten Auftragsfluss in den Mittelpunkt stellt.
WinWorker und blue:solution sind interessant, wenn du etablierte, modulare Strukturen und GAEB-nahe Prozesse suchst. pds spielt seine Stärke bei umfangreichen ERP-, Lager-, Einkaufs- und Serviceanforderungen aus. Craftivo ist besonders fokussiert auf Betriebe mit 2 bis 50 Mitarbeitenden, die Angebote, GAEB, KI, Plantafel, mobile Zeiterfassung und Baustellendokumentation in einem gemeinsamen Arbeitsstand verbinden möchten.
Bevor du dich entscheidest, teste nicht nur einzelne Menüpunkte. Lege einen realistischen Auftrag an und lass ihn von Büro und Baustelle gemeinsam bearbeiten.
Diese Abläufe solltest Du testen
- Angebot fürs Mehrfamilienhaus: Importiere ein Leistungsverzeichnis oder beschreibe die Arbeiten. Prüfe Positionen, Mengen, Preise, Vorlagen und die spätere Umwandlung in einen Auftrag.
- Zeiteintrag der Kolonne: Erfasse Arbeitszeit direkt am Einsatzort. Kontrolliere, ob Mitarbeiter, Projekt, Tätigkeit und Datum korrekt im Büro ankommen.
- Projektakte mit Objektadresse: Lege Kundendaten, Baustellenadresse, Dateien und Ansprechpartner an. Suche später nach einem Nachweis, ohne mehrere Systeme zu öffnen.
- Fotodokumentation: Lade ein Baustellenfoto mit Notiz und Fortschrittsmeldung hoch. Prüfe, ob die Zuordnung zum richtigen Auftrag automatisch nachvollziehbar bleibt.
- Rechnung mit Nummernkreis: Erzeuge die Rechnung aus dem Auftrag und kontrolliere Nummernkreis, Zahlungsstatus, Positionen und Übergabe an die Buchhaltung.
Achte außerdem auf GoBD und E-Rechnung. Die GoBD regeln die ordnungsmäßige Führung und Aufbewahrung elektronischer Bücher, Aufzeichnungen und Unterlagen sowie den Datenzugriff. Das Bundesfinanzministerium hat die Vorgaben zuletzt am 11. März 2024 angepasst.
Eine Leitweg-ID brauchst du grundsätzlich nicht für eine B2B-E-Rechnung. Sie wird relevant, wenn du eine Rechnung an eine Behörde im B2G-Bereich stellst. Der öffentliche Auftraggeber teilt sie mit. In der XRechnung steht sie im Feld Käuferreferenz BT-10, wie die E-Rechnung-Informationen zur Leitweg-ID erklären.
Schau dir vor dem Test die Craftivo-Funktionen an und vergleiche sie mit deinen fünf Abläufen. Wenn du Angebot, Baustelle und Rechnung ohne doppelte Eingabe verbinden willst, ist eine praktische Testphase aussagekräftiger als eine lange Präsentation.
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