Software für Einsatzplanung im Handwerk im Überblick

Montagmorgen im Büro eines kleinen SHK-Betriebs: Das Telefon klingelt, ein Kunde meldet einen Wasserschaden. Zwei Kolonnen sind bereits unterwegs, der Lehrling wartet im Lager auf Material und die Excel-Plantafel vom Freitag ist schon überholt. Irgendwo steht noch eine wichtige Information in einer Chatnachricht.
Genau hier zeigt sich, was Software für Einsatzplanung im Handwerk leisten muss. Ein digitaler Kalender reicht nicht, wenn Menschen, Fahrzeuge, Geräte, Baustellen, Zeiten und Nachträge zusammengehören. Du brauchst einen Arbeitsstand, den Büro und Baustelle gleichermaßen sehen und pflegen können.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Einsatzplanung im Handwerk heute anders läuft
- Was Einsatzplanung im Handwerk eigentlich bedeutet
- Kernfunktionen einer guten Software für Einsatzplanung
- On-Premise versus Cloud und reine Kalenderlösung versus integrierte Handwerker-Software
- Auswahlkriterien und Checkliste für den Anbietervergleich
- So läuft ein sauberer Rollout in Deinem Betrieb
- Wie Du den ROI einer Einsatzplanungssoftware realistisch einschätzt
- Fazit und nächster Schritt für Deinen Betrieb
- Häufige Fragen zur Software für Einsatzplanung
- Was ist der Unterschied zwischen einer Plantafel und echter Einsatzplanung?
- Braucht ein kleiner Handwerksbetrieb überhaupt eine Software für Einsatzplanung?
- Ist eine Cloud-Lösung für Handwerksbetriebe sicher genug?
- Muss jede E-Rechnung eine Leitweg-ID enthalten?
- Wie lange müssen digitale Rechnungen aufbewahrt werden?
Warum Einsatzplanung im Handwerk heute anders läuft
Früher hing die Plantafel im Büro. Ein Magnet stand für einen Monteur, ein Streifen für die Baustelle und ein handschriftlicher Vermerk für das benötigte Material. Das hat funktioniert, solange wenige Aufträge gleichzeitig liefen und Änderungen direkt am Brett besprochen wurden.
Heute kommt der Notfall während einer laufenden Woche. Eine Kolonne verspätet sich, ein Fahrzeug fällt aus, der Kunde verschiebt den Zugang zur Wohnung und auf einer anderen Baustelle fehlt ein bestimmtes Gerät. Änderst Du den Termin nur in Excel, sehen die Kollegen draußen davon oft nichts. Änderst Du ihn zusätzlich im Chat, entstehen schnell zwei oder mehr verschiedene Wahrheiten.
Die drei größten Probleme erkennst Du meist sofort:
- Unklare Zuständigkeit: Niemand weiß sicher, wer am Mehrfamilienhaus den nächsten Arbeitsschritt übernimmt.
- Fehlende Rückmeldung: Arbeitszeiten, Materialverbrauch und Fortschritt kommen verspätet oder gar nicht im Büro an.
- Verstreute Informationen: Fotos liegen auf privaten Handys, Nachträge in Chatverläufen und Notizen auf Papier.
Eine klassische Plantafel zeigt Dir zwar, wer wann eingeteilt ist. Sie sagt aber nicht automatisch, ob das passende Fahrzeug verfügbar ist, ob ein Spezialgerät bereits auf einer anderen Baustelle steht oder wie viel Zeit die Kolonne tatsächlich gebraucht hat.
Praktische Regel: Plane nie nur Menschen. Plane immer Menschen, Fahrzeuge, Geräte und den konkreten Ort gemeinsam.
Das Thema ist deshalb kein reines IT-Thema. Es geht um die Frage, ob Dein Betrieb bei voller Auftragslage den Überblick behält. Die Bitkom-Studie zur Digitalisierung im Handwerk zeigt, dass digitale Anwendungen für Organisations- und Verwaltungsarbeit im Handwerk bereits verbreitet sind. Gleichzeitig bleibt der Bau- und Ausbau-Bereich bei einzelnen digitalen Prozessen unterschiedlich weit.
Eine passende Lösung muss nicht kompliziert sein. Sie muss den Alltag abbilden, Änderungen sichtbar machen und Rückmeldungen vom Einsatzort zurück ins Büro bringen. Genau danach solltest Du Anbieter beurteilen.
Was Einsatzplanung im Handwerk eigentlich bedeutet
Einsatzplanung beginnt beim Termin, endet aber nicht dort. Eine brauchbare Disposition beantwortet mindestens vier Fragen: Wer fährt wohin, mit welchem Fahrzeug und welchem Gerät, für welche Aufgabe und in welchem Zeitfenster?
Ein reines Kalendertool verwaltet Termine. Ein Schichtplan verteilt Arbeitszeiten. Eine Plantafel macht Einsätze sichtbar. Ressourcenplanung geht weiter, weil sie auch Fahrzeuge, Geräte, Qualifikationen, Verfügbarkeit und Projektorte berücksichtigt. Projektplanung betrachtet zusätzlich den Ablauf eines Auftrags, etwa Angebot, Ausführung, Dokumentation, Nachtrag und Rechnung.
Der Unterschied im täglichen Betrieb
Nimm eine Heizungsmodernisierung in einem Mehrfamilienhaus. Im Kalender steht vielleicht „Heizung, Dienstag“. Für eine echte Disposition brauchst Du mehr Informationen:
- Welche Kolonne übernimmt den Einsatz?
- Welches Fahrzeug fährt zur Objektadresse?
- Ist das Presswerkzeug verfügbar?
- Welche Positionen aus dem Leistungsverzeichnis gehören zum Termin?
- Welche Vorarbeiten sind abgeschlossen?
- Wo trägt die Kolonne Zeit, Fotos und Zusatzarbeiten ein?
Erst wenn diese Informationen zusammenlaufen, entsteht ein belastbarer Arbeitsstand. Software für Einsatzplanung sollte deshalb nicht nur Termine verschieben, sondern die Verbindung zu Auftrag, Adresse, Team, Material und Rückmeldung herstellen.

Warum Schnittstellen dazugehören
Im Bau- und Ausbaugewerbe tauchen strukturierte Leistungsverzeichnisse und elektronische Abläufe immer häufiger auf. GAEB DA XML unterstützt laut GAEB die standardisierte Übertragung von Bauinformationen, damit Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung elektronisch verarbeitet werden können. Ein GAEB-Import ist deshalb mehr als eine Komfortfunktion. Er kann verhindern, dass Positionen aus einem Leistungsverzeichnis händisch in Auftrag und Planung übertragen werden müssen.
Auch steuerliche Anforderungen spielen hinein. GoBD beschreibt Grundsätze für die ordnungsmäßige Führung und Aufbewahrung digitaler Unterlagen. Rechnungen, Bücher und Aufzeichnungen sind in Deutschland grundsätzlich 10 Jahre aufzubewahren, Handels- und Geschäftsbriefe 6 Jahre, wie die IHK München zu den GoBD erläutert. Das heißt nicht, dass Deine Plantafel allein ein Steuerarchiv ist. Es heißt aber, dass Übergaben zu Belegen, Rechnungen und Dokumentation sauber funktionieren müssen.
Die Leitweg-ID brauchst Du grundsätzlich nicht für eine B2B-Rechnung. Sie wird bei Rechnungen an Behörden im B2G-Bereich verwendet und in XRechnung im Feld Käuferreferenz BT-10 übermittelt, wie das Bundesfinanzministerium zur E-Rechnung erklärt.
Kernfunktionen einer guten Software für Einsatzplanung
Eine gute Lösung erkennst Du nicht an der längsten Feature-Liste. Entscheidend ist, ob die Funktionen im Ablauf zusammenarbeiten. Der Maler prüft morgens seinen Einsatz, erfasst vor Ort die Zeit, fotografiert den Baufortschritt und das Büro sieht anschließend denselben Projektstand.
Die Plantafel als täglicher Mittelpunkt
Die Plantafel muss schnell lesbar sein. Du solltest sehen, welche Mitarbeiter auf welcher Baustelle eingeplant sind, wo freie Kapazitäten liegen und welcher Termin geändert wurde. Drag-and-Drop hilft beim Umplanen, aber nur dann, wenn die Änderung anschließend auch in der mobilen App ankommt.
Eine sinnvolle Plantafel zeigt zusätzlich:
- Objektadresse: Nicht nur „Baustelle Müller“, sondern der konkrete Einsatzort.
- Aufgaben und Hinweise: Etwa „Untergrund prüfen“ oder „Zugang über Hinterhof“.
- Ressourcen: Fahrzeug, Hebebühne, Spezialwerkzeug oder Anhänger.
- Konflikte: Doppelbelegungen und Überschneidungen müssen auffallen.
Mobile Zeiterfassung statt nachträglicher Stundenzettel
Im Bauhandwerk lag die Nutzung elektronischer Zeiterfassung laut Bitkom-Daten aus dem Handwerk bei 31 %, weitere 20 % planten den Einsatz. Für die Einsatzplanung ist das wichtig, weil die Disposition nur mit aktuellen Rückmeldungen belastbar bleibt.
Ein Monteur sollte am Smartphone den richtigen Auftrag öffnen, Arbeitsbeginn und -ende erfassen sowie Notizen oder Fotos direkt am Projekt hinterlegen können. Wenn die App zeitnah mit dem Büro synchronisiert, sieht die Disposition, ob ein Einsatz abgeschlossen ist oder ob eine Kolonne länger gebunden bleibt.
GAEB, Projektadresse und Dokumentation
Über GAEB-Daten übernimmst Du strukturierte Positionen aus einem Leistungsverzeichnis. Bei einem SHK-Auftrag fürs Mehrfamilienhaus können daraus Aufgaben entstehen, die Du einem Termin und einer Kolonne zuordnest. Das reduziert manuelle Übertragungen und schafft eine bessere Grundlage für Nachkalkulation und Nachträge.
Fotos, Berichte und Dateien gehören an den Auftrag. Eine Nachricht wie „zusätzlicher Leitungsschacht entdeckt“ ist wertvoller, wenn sie mit Objektadresse, Datum, Mitarbeiter und Bildnachweis am Projekt gespeichert wird.
Eine ausführliche Einordnung zur Ressourcenplanung im Handwerk hilft Dir, die Verbindung zwischen Team, Fahrzeug, Gerät und Baustelle genauer zu prüfen.

On-Premise versus Cloud und reine Kalenderlösung versus integrierte Handwerker-Software
Bei der Auswahl triffst Du eigentlich zwei Entscheidungen. Erstens: Läuft die Software auf Deinem eigenen Rechner oder in der Cloud? Zweitens: Willst Du nur Termine organisieren oder Planung, Zeiterfassung, Dokumentation und Abrechnung verbinden?
On-Premise bedeutet, dass Du die Anwendung auf einem eigenen Server oder PC betreibst. Das gibt Dir direkte Kontrolle über Umgebung und Daten, verlangt aber auch regelmäßige Pflege. Eine Cloud-Lösung läuft im Browser und meist zusätzlich per App. Der Anbieter kümmert sich typischerweise um Betrieb und Updates, während Du auf eine stabile Internetverbindung und klare Datenschutzvereinbarungen achten musst.
| Ansatz | IT-Aufwand im Betrieb | Mobile Nutzung auf der Baustelle | Update und Wartung | Datenschutz und Datenhoheit | Skalierbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| On-Premise mit Kalender | Höher, eigener Betrieb | Oft eingeschränkt | Intern zu organisieren | Direkte Kontrolle, eigene Verantwortung | Abhängig von Deiner Infrastruktur |
| Cloud-Kalender | Geringer | Meist einfach | Anbieter übernimmt technische Updates | Vertrag und Speicherort prüfen | In der Regel leicht erweiterbar |
| On-Premise mit Handwerker-Software | Hoch, mehrere Module und Schnittstellen | Abhängig von App und Einrichtung | Interner Aufwand bleibt relevant | Hohe technische Kontrolle | Kann bei Wachstum aufwendig werden |
| Cloudbasierte Handwerker-Software | Geringerer IT-Betrieb | Browser und App für Büro und Baustelle | Anbieter pflegt das System | Anbieter, Vertrag und Speicherort prüfen | Für wachsende Teams meist pragmatisch |
Ein Kalender ist passend, wenn Du nur wenige, unabhängige Termine koordinierst. Er reicht nicht, wenn Du Zeiten, Nachträge, Fotos und Rechnungen aus demselben Auftrag brauchst. Dann führt eine integrierte Handwerker-Software meist zu weniger Doppelpflege.
Die Cloud-Erklärung für Handwerksbetriebe zeigt, welche Fragen Du bei Zugriff, Betrieb und Datenhaltung stellen solltest. Prüfe vor der Entscheidung besonders Offline-Funktionen, Rechteverwaltung, Exportmöglichkeiten und die Zuständigkeit bei Support und Datensicherung.
Auswahlkriterien und Checkliste für den Anbietervergleich
Nimm keine Demo mit beliebigen Beispieldaten. Bereite einen echten Auftrag vor, etwa das Angebot für ein Mehrfamilienhaus, eine Adresse mit mehreren Einsatzterminen und eine Rechnung aus Deinem aktuellen Nummernkreis. Nur so erkennst Du, ob die Software Deinen Ablauf abbildet oder nur auf Folien gut aussieht.
Schritt eins mit Bedienung und Baustelle beginnen
Lass eine Person aus dem Büro und eine Person aus der Kolonne dieselbe Aufgabe durchführen. Der Büro-Mitarbeiter legt den Auftrag an und plant den Termin. Der Monteur öffnet ihn auf dem Smartphone, erfasst Zeit und fügt ein Foto hinzu.
Achte dabei auf diese Punkte:
- Einfache Bedienung: Kann jemand ohne lange Schulung einen Einsatz finden und ändern?
- Mobile App: Funktioniert die Anwendung draußen, bei schlechter Verbindung und mit wenigen Klicks?
- Gemeinsamer Arbeitsstand: Siehst Du dieselbe Adresse, Aufgabe und Rückmeldung im Büro und auf der Baustelle?
- Rechteverwaltung: Darf der Monteur Zeiten und Fotos erfassen, während nur das Büro Rechnungen freigibt?
- Nachvollziehbarkeit: Bleibt erkennbar, wer einen Termin oder Eintrag geändert hat?
Schritt zwei mit Schnittstellen und Kosten fortfahren
Frage nach dem Import eines Leistungsverzeichnisses über GAEB. Kläre außerdem, ob eine Anbindung an DATEV oder Lexoffice vorhanden ist, wenn Du Deine Buchhaltung damit organisierst. Entscheidend sind nicht nur vorhandene Schnittstellen, sondern deren tatsächlicher Umfang.
Bei den Kosten solltest Du Nutzer, Projekte, Datenvolumen, Speicher für Fotos, Schnittstellen und Support getrennt prüfen. Ein niedriger Einstiegspreis kann unpraktisch werden, wenn jede zusätzliche Kolonne oder jedes Foto einen eigenen Aufpreis auslöst.
Stelle dem Anbieter diese Fragen:
- Wie importierst Du Kunden, Projekte, Mitarbeiter und alte Dokumente?
- Was passiert, wenn die Kolonne auf der Baustelle vorübergehend offline ist?
- Können Mitarbeiter nur ihre eigenen Einsätze sehen?
- Wie verknüpfst Du einen Nachtrag mit Fotos, Zeit und Auftrag?
- Wo werden die Daten gespeichert?
- Wie exportierst Du Deine Daten, wenn Du später wechseln willst?
Die Checkliste für digitales Auftragsmanagement ergänzt diese Prüfung um den Ablauf von Angebot bis Rechnung.
So läuft ein sauberer Rollout in Deinem Betrieb
Ein Betrieb führt Software selten deshalb erfolglos ein, weil die Plantafel fehlt. Meist fehlen klare Regeln. Wer darf Termine ändern? Wann startet die Zeiterfassung? Wer prüft Nachträge? Und was passiert mit dem alten System?
Starte mit einem überschaubaren Auftrag. In einem Malerbetrieb kann das die Renovierung von zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus sein. Lege Kundenadresse, Team, Fahrzeug, Materialhinweise und geplante Arbeitsschritte an. Danach nutzt eine Pilotkolonne die App bei einem echten Einsatz.
Die Einführung in sechs Etappen
- Ziel festlegen: Definiere ein konkretes Problem, etwa fehlende Rückmeldungen zu Arbeitszeiten.
- Stammdaten bereinigen: Prüfe Mitarbeiter, Fahrzeuge, Geräte, Kunden und Objektadressen.
- Pilotauftrag auswählen: Nimm ein Projekt, das typisch ist, aber nicht den schwierigsten Sonderfall darstellt.
- Büro schulen: Die Disposition übt Planung, Umplanung, Rechte und Tageskontrolle.
- Kolonne einweisen: Die Monteure lernen den Ablauf direkt auf der Baustelle, vom Auftrag bis zur Rückmeldung.
- Regeln nachschärfen: Entferne doppelte Pflege und entscheide, wann der alte Prozess endet.

Typische Stolpersteine tauchen früh auf. Ein Mitarbeiter hat keinen Zugang, ein gemeinsames Tablet liegt im Büro, oder die Kolonne trägt Zeiten weiterhin auf Papier ein. Auch doppelte Pflege in Excel und neuer Software verwässert den Nutzen, weil niemand weiß, welche Planung gilt.
Was funktioniert: Eine Person im Büro übernimmt für die Einführungsphase die Verantwortung für Stammdaten und Fragen. Auf der Baustelle gilt eine einfache Regel, etwa „Zeit und Foto direkt am Auftrag erfassen“.
Nach den ersten vier Wochen prüfst Du, ob Einsätze tatsächlich über die Plantafel geplant werden, ob digitale Zeiten vollständig eingehen und wie viele Rückfragen täglich noch per Telefon entstehen. Nach acht Wochen schaust Du zusätzlich auf Nachträge, Abrechnung und Nachkalkulation. Die Werte sind kein Selbstzweck. Sie zeigen Dir, ob der neue Ablauf im Betrieb angekommen ist.
Wie Du den ROI einer Einsatzplanungssoftware realistisch einschätzt
Der Nutzen einer Software für Einsatzplanung steckt selten in einer einzelnen Funktion. Er entsteht aus mehreren kleinen Verbesserungen: freie Kapazitäten werden sichtbar, Wege lassen sich besser bündeln, Nachträge bleiben belegbar und Rechnungen können früher vorbereitet werden.
Rechne nicht mit einer pauschalen Einsparungsquote. Miss Deinen eigenen Betrieb über einen überschaubaren Zeitraum und vergleiche vorher mit nachher.
Vier Hebel für Deine Rechnung
Auslastung: Notiere, wie oft Mitarbeiter kurzfristig auf neue Einsätze gesetzt werden können, weil freie Zeiten sichtbar sind. Prüfe außerdem, wie viele Termine wegen fehlender Information verschoben werden.
Wegezeit: Gruppiere Einsätze nach Objektort und beobachte, ob sich unnötige Fahrten vermeiden lassen. Besonders bei Serviceaufträgen und mehreren Baustellen am selben Tag wird der Ortsbezug wichtig.
Nachträge: Zähle, wie viele Zusatzleistungen mit Foto, Zeit und Beschreibung dokumentiert sind. Ein sauberer Nachweis hilft Dir, berechtigte Forderungen nicht aus dem Gedächtnis rekonstruieren zu müssen.
Abrechnung und Nachkalkulation: Vergleiche, wie schnell ein abgeschlossener Auftrag von der letzten Rückmeldung bis zur prüffähigen Rechnung gelangt. Prüfe außerdem, ob geplante und tatsächlich angefallene Zeiten verständlich nebeneinanderstehen.
Eine einfache interne Rechnung kann so aussehen:
| Position | Deine Messgröße |
|---|---|
| Planungsaufwand | Zeit für Tagesplanung und Umplanung |
| Wege | ungeplante oder doppelte Anfahrten |
| Nachträge | dokumentierte Zusatzleistungen ohne Rückfrage |
| Abrechnung | Zeit zwischen Einsatzende und Rechnungsfreigabe |
| Nachkalkulation | Abweichung zwischen geplanter und erfasster Arbeitszeit |
Bei einem Anbieterangebot zählen nicht nur monatliche Gebühren. Prüfe Anzahl der Nutzer, Projekte, Datenvolumen, Fotos, Schnittstellen und Support. Ein System kann günstig wirken, wenn wichtige Funktionen später separat berechnet werden.
Die größte Wirkung entsteht durch konsequente Nutzung. Wenn die Disposition plant, aber die Kolonne Zeiten weiterhin nachträgt, bleibt der digitale Prozess unvollständig. Der ROI liegt deshalb nicht allein in der Lizenz, sondern in einer verbindlichen Arbeitsweise.
Fazit und nächster Schritt für Deinen Betrieb
Einsatzplanung ist mehr als ein digitaler Kalender. Du brauchst eine Plantafel, die Teams und Termine sichtbar macht, Ressourcen wie Fahrzeuge und Geräte einbezieht und mit mobiler Zeiterfassung, Projektdokumentation und Abrechnung verbunden ist.
Eine reine Kalenderlösung kann für einfache Abläufe reichen. Bei parallelen Baustellen, wechselnden Kolonnen und vielen Rückmeldungen ist eine integrierte Handwerker-Software meist der praktikablere Weg. Cloud und App reduzieren den technischen Aufwand im Betrieb, trotzdem bleiben Datenschutz, Rechte, Datenexport und Offline-Nutzung Deine Prüfpunkte.
Die Digitalisierung im Bau- und Ausbaugewerbe hat noch deutliche Lücken. Eine Bitkom-Erhebung von 2025 nennt für BIM-Software im Bau- und Ausbaugewerbe 18 % Nutzung, 13 % geplanten Einsatz und 63 %, die sich noch gar nicht oder nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt haben. Gleichzeitig sehen 56 % der befragten Unternehmen große Potenziale für die Baubranche. Das spricht nicht für blinden Aktionismus, sondern für einen überschaubaren, konkreten Start.
Deine nächsten Schritte:
- Bestandsaufnahme machen: Wo entstehen heute doppelte Einträge, Rückfragen und fehlende Nachweise?
- Drei Anbieter auswählen: Nutze Deine Kriterienliste und streiche Lösungen ohne passende mobile Prozesse.
- Echte Demo vereinbaren: Zeige ein Angebot, eine Objektadresse und einen typischen Einsatz.
- Pilotkolonne festlegen: Teste die Lösung zunächst mit einem Team und einem echten Projekt.
- Nach vier und acht Wochen prüfen: Miss Nutzung, Rückfragen, Dokumentation und Abrechnung.
craftivo bündelt Plantafel, mobile Zeiterfassung, Projektkommunikation, Baustellendokumentation, GAEB-Import sowie Angebots- und Rechnungserstellung in einem System. Du kannst den Arbeitsstand für Büro und Baustelle in einer cloudbasierten Lösung prüfen, statt Termine, Fotos und Zeiten über mehrere Kanäle zu verteilen.
Teste Craftivo 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, an einem echten Auftrag aus Deinem Betrieb. Lege eine Pilotkolonne an, plane eine konkrete Baustelle und prüfe selbst, ob weniger Büro. Mehr Überblick. Mehr Baustelle. bei Dir im Alltag funktioniert.
Häufige Fragen zur Software für Einsatzplanung
Was ist der Unterschied zwischen einer Plantafel und echter Einsatzplanung?
Eine Plantafel zeigt Termine und Zuständigkeiten. Echte Einsatzplanung verknüpft zusätzlich Mitarbeiter, Fahrzeuge, Geräte, Projektorte, Aufgaben und Rückmeldungen. Erst diese Verbindung hilft Dir, Doppelbelegungen, unnötige Wege und kurzfristige Umplanung besser zu steuern.
Braucht ein kleiner Handwerksbetrieb überhaupt eine Software für Einsatzplanung?
Das hängt nicht allein von der Betriebsgröße ab. Sobald mehrere Mitarbeiter, Fahrzeuge oder Baustellen parallel laufen, kann eine gemeinsame digitale Planung sinnvoll sein. Wenn Du Termine, Zeiten, Fotos und Nachträge bereits zuverlässig in einem klaren Ablauf führst, brauchst Du nicht jede Funktion. Fehlen diese Informationen regelmäßig, lohnt sich eine Prüfung.
Ist eine Cloud-Lösung für Handwerksbetriebe sicher genug?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Prüfe Speicherort, Auftragsverarbeitung, Rechteverwaltung, Datensicherung, Export und Support. Wichtig ist außerdem, welche Daten die mobile App speichert, wenn die Baustelle vorübergehend keine Verbindung hat.
Muss jede E-Rechnung eine Leitweg-ID enthalten?
Nein. Für eine normale B2B-Rechnung ist grundsätzlich keine Leitweg-ID erforderlich. Sie wird für E-Rechnungen an Behörden im B2G-Bereich verwendet und dient dort der elektronischen Zuordnung und Weiterleitung.
Wie lange müssen digitale Rechnungen aufbewahrt werden?
Für Rechnungen, Bücher und Aufzeichnungen gilt in Deutschland grundsätzlich eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren, digitale Unterlagen sind im Originalformat aufzubewahren. Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte relevante Eintragung oder Erstellung erfolgt ist, nicht automatisch mit dem Rechnungsdatum. Details findest Du in der Erläuterung zu Aufbewahrungsfristen.
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