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GAEB Software: Import, Kalkulation und Praxis

// craftivo  ·  16 Min  ·  22.10.2026

Im Büro liegt eine GAEB-Datei für die Malerarbeiten in einem Mehrfamilienhaus. Sie enthält Positionen, Mengen und Einheiten, aber keine Preise. Bevor Du kalkulierst, musst Du klären: Ist das die richtige Datei für den nächsten Arbeitsschritt, und sind alle Angaben vollständig angekommen?

GAEB ist dabei mehr als ein Dateianhang. Es ordnet den Austausch von der Ausschreibung über Dein Angebot bis zur späteren Abrechnung. Wenn Du Austauschphase und Datenstand prüfst, kannst Du fehlende oder veränderte Positionen erkennen, bevor sie zum Problem werden.

Inhaltsverzeichnis

Wenn eine GAEB-Datei im Büro landet

Die Datei im Posteingang heißt vielleicht .X83. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Auftraggeber eine Angebotsaufforderung mit der LV-Struktur an den Betrieb übermittelt. Die Endung verrät aber noch nicht, ob die Datei zum aktuellen Projektstand passt oder ob alle benötigten Angaben enthalten sind. Für den nächsten Schritt brauchst Du deshalb mehr als einen Doppelklick.

Zuerst prüfst Du, was der Auftraggeber übergeben hat. Sind Ordnungszahlen, also die Nummern der einzelnen Positionen, vorhanden? Stimmen Mengen und Einheiten? Ist die Leistungsbeschreibung ausführlich genug, damit klar ist, welche Arbeiten und welcher Umfang gemeint sind? Ein Kurztext wie „Wand streichen“ reicht für eine belastbare Kalkulation nicht immer aus.

Danach übernimmst Du die Daten in Deine Angebotsbearbeitung. Die Positionen bilden die Grundlage. Deine Preise, betrieblichen Kalkulationssätze und möglichen Zusatzleistungen kommen aus Deinem Betrieb. Das Ergebnis muss sich nachvollziehbar auf die ursprüngliche Ausschreibung beziehen lassen.

Merke: Eine Datei kann sich öffnen lassen und trotzdem für den konkreten Arbeitsschritt unvollständig oder veraltet sein.

GAEB-Software soll Dich dabei unterstützen, die Datei passend zum Projektprozess einzulesen, zu prüfen und weiterzuverarbeiten. Im weiteren Verlauf geht es deshalb um die Bedeutung von GAEB, den praktischen Import, die passenden Austauschphasen und die Auswahl einer Software, die auch Büro und Baustelle zusammenbringt.

GAEB als Austauschrahmen verstehen

GAEB steht für einen geregelten Austausch von Bauinformationen. Es ist kein einzelnes Softwareprodukt und auch nicht einfach eine beliebige Dateiendung. Der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen besteht seit 1966. Die Entwicklung des eigentlichen Datenaustauschs begann 1985, als öffentliche Bauverwaltungen auf maschinenlesbare Leistungsverzeichnisse hinarbeiteten. Der historische Hintergrund von GAEB zeigt den Übergang von papiergebundenen Unterlagen zu strukturierten Bauinformationen.

Ein Leistungsverzeichnis (LV) ist eine gegliederte Liste der Arbeiten, die für ein Bauvorhaben ausgeschrieben werden. Es enthält nicht bloß Stichwörter. Eine Position kann eine Ordnungszahl, einen Kurztext, einen ausführlichen Langtext, eine Menge und eine Einheit enthalten. Bei einem Mehrfamilienhaus beschreibt „Wand streichen“ allein noch nicht unbedingt, welche Flächen, Vorarbeiten oder Ausführungsbedingungen gemeint sind. Der Langtext soll die Teilleistung eindeutig und erschöpfend beschreiben. Die GAEB-Informationen zu Leistungsverzeichnissen und Austauschphasen erläutern diese Struktur.

GAEB DA XML ist das strukturierte Austauschformat, das Bauinformationen in XML-Dateien abbildet. Einfach gesagt: Die Daten stehen nicht nur als sichtbarer Text in einem Dokument. Das Format ordnet sie so, dass verschiedene AVA- und Handwerkssysteme sie elektronisch weiterverarbeiten können. AVA steht für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung.

Eine Infografik zur Erklärung des GAEB-Standards für den digitalen Datenaustausch im Bauwesen mit vier zentralen Funktionsbereichen.

Die Austauschphasen helfen, den Zweck einer Datei einzuordnen. X80 steht für universelle LV-Daten, X81 für die Leistungsbeschreibung und X83 für die Angebotsaufforderung. Im praktischen Angebotsprozess folgt auf X83 häufig X84: Der Auftraggeber schickt die Ausschreibung, der Bieter gibt seine Angebotsdaten zurück. Die GAEB-Fachdokumentation zum Datenaustausch beschreibt diese Struktur und die Bedeutung der Austauschphasen.

Ein erfolgreicher Import ist trotzdem noch kein fertiges Angebot. Deine Software muss die Hierarchie, Mengen, Einheiten und Texte erhalten, damit Du die Leistungen korrekt kalkulieren kannst. GAEB liefert die strukturierte Grundlage, die fachliche Prüfung und Deine Preise bleiben Aufgabe des Betriebs.

Import und Export Schritt für Schritt

Eine GAEB-Datei im Posteingang funktioniert wie ein fertig ausgefülltes Formular: Sie bringt eine feste Struktur mit, und Deine Aufgabe ist es, diese Struktur zu lesen, zu prüfen und korrekt zu beantworten. Bevor Du auch nur einen Preis einträgst, kläre zuerst: Welche Arbeit soll diese Datei im Projekt erledigen? Gehe dann in dieser Reihenfolge vor.

  1. Austauschphase erkennen. Prüfe die Dateiendung und den Zweck der Übergabe. Eine X83-Datei ist eine Angebotsaufforderung, also die Frage des Auftraggebers an Dich. Deine Antwort darauf ist eine eigene Datei mit anderem Inhalt.
  2. Datei prüfen. Lass die Datei gegen das passende Schema prüfen, sofern Deine Software das anbietet. Eine XSD-Datei legt fest, wie die XML-Daten aufgebaut sein müssen. Das ist eine Formvorgabe: Sie kontrolliert den Aufbau der Datei, aber nicht, ob die fachlichen Angaben zu Deinem Projekt passen.
  3. Importieren. Übernimm das Leistungsverzeichnis in die Angebotsbearbeitung und behalte die ursprüngliche Datei. So kannst Du später nachvollziehen, welche Vorlage der Kalkulation zugrunde lag.
  4. Positionen kontrollieren. Vergleiche Ordnungszahlen, Mengen, Einheiten und Langtexte mit der Ausschreibung. Achte auf fehlende Positionen oder Einheiten, die nicht zum beschriebenen Aufwand passen.
  5. Intern kalkulieren und Angebot zurückgeben. Ergänze Deine Preise und prüfe das fertige Angebot. Für die Angebotsabgabe dient in diesem Ablauf X84. Die Projekt-, LV- und Strukturdaten aus der X83-Vorlage müssen dabei erhalten bleiben. Mehr zur GAEB-Schnittstelle

Eine Infografik, die den fünfstufigen Prozess von GAEB-Datenaustausch, Import und Export übersichtlich darstellt.

Warnsignale vor der Kalkulation

Nimm Dir Zeit für die Kontrolle, bevor Du Preise einträgst. Eine falsche Einheit oder eine ausgelassene Position wandert sonst unbemerkt ins Angebot.

  • Menge fehlt: Kläre, ob sie bewusst offen ist oder beim Import nicht übernommen wurde.
  • Einheit passt nicht: Prüfe, ob die Einheit zur beschriebenen Leistung und zur Ausschreibung passt.
  • Ordnungszahl weicht ab: Vergleiche die Positionen mit der übergebenen LV-Struktur.
  • Datenstand ist unklar: Frage nach, ob zwischenzeitlich eine aktualisierte Datei verschickt wurde.

Ein Schema-Check erkennt Aufbaufehler, aber nicht automatisch, ob die Datei die passende Austauschphase oder den vereinbarten Projektstand abbildet. Die GAEB-Stelle stellt Schema-Dateien bereit; die fachliche Prüfung im Projekt bleibt davon getrennt. Syntaxprüfung und fachliche Kontrolle sind zwei verschiedene Aufgaben.

Welche Datei für welchen Arbeitsschritt brauchst du

Nicht jede GAEB-Datei gehört in denselben Arbeitsschritt. Eine Datei kann formal gültig sein, aber zum falschen Zeitpunkt im Projekt eintreffen. Diese Übersicht hilft Dir, den nächsten Prüfschritt festzulegen.

Arbeitsschritt Typische Datei oder Daten Was Du als Nächstes prüfst
Planung übergibt das LV X81, Leistungsbeschreibung Sind Positionen und Langtexte vollständig?
Auftraggeber fordert ein Angebot an X83, Angebotsaufforderung Stimmen Struktur, Mengen und Einheiten?
Betrieb gibt ein Angebot ab X84, Angebotsabgabe Entspricht das LV noch der X83-Vorlage?
Baustelle erfasst den Leistungsstand Aufmaß- und Projektdaten Sind Positionen, Mengen und Bearbeitungsstand zugeordnet?
Betrieb rechnet ab Rechnungsdaten, je nach Austauschprozess X89 Lassen sich Positionen und erbrachte Leistungen nachvollziehen?

Die Bezeichnungen helfen bei der Orientierung. Im Betrieb musst Du nicht jede technische Einzelheit auswendig kennen. Wichtig ist, dass Büro und Baustelle gemeinsam prüfen, ob die Positionsnummern und der jeweilige Bearbeitungsstand zusammenpassen.

Eine einfache Kontrollroutine

Nimm die Datei aus dem Posteingang und gleiche sie mit dem Projekt ab. Hat sie die erwartete Austauschphase? Sind alle Positionen vorhanden? Stimmen Menge und Einheit mit dem Auftrag überein? Sind Preise ergänzt oder werden sie erst in Deinem Angebot kalkuliert?

Auch beim Aufmaß solltest Du dieselben LV-Positionen wiederfinden können. Wenn die Zuordnung verloren geht, wird es schwieriger, erbrachte Leistungen später mit dem Angebot und der Rechnung abzugleichen. Ein verständlicher Einstieg ins Leistungsverzeichnis hilft neuen Mitarbeitenden, Positionen und Gliederung richtig einzuordnen.

Der Kern ist einfach: Prüfe nicht nur, ob eine Datei aufgeht. Prüfe, ob sie für genau diesen Arbeitsschritt und diesen Projektstand gedacht ist.

Kalkulation und Angebotskalkulation mit GAEB

Nach dem Import beginnt die betriebliche Arbeit. Die GAEB-Datei liefert Leistungsdaten, aber sie kennt nicht automatisch Deine Einkaufspreise, Lohnansätze, betrieblichen Zuschläge oder den Aufwand für die konkrete Baustelle. Diese Angaben musst Du mit Deiner eigenen Kalkulationslogik ergänzen.

Nehmen wir das Mehrfamilienhaus aus dem Büroalltag. Das LV enthält Malerarbeiten mit Mengen und Einheiten. Für ein belastbares Angebot prüfst Du, ob die Langtexte die nötigen Arbeitsschritte beschreiben und ob die Mengen nachvollziehbar sind. Dann ergänzt Du die betrieblichen Ansätze für Material und Arbeitszeit. Ein kurzer Positionstext allein sagt nicht immer, ob etwa Vorarbeiten oder besondere Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

Daten aus der Datei und Daten aus dem Betrieb

Aus der GAEB-Datei Aus Deinem Betrieb
Positionen und Ordnungszahlen Kalkulationssätze für Arbeitszeit
Mengen und Einheiten Materialpreise und betriebliche Ansätze
Kurz- und Langtexte Eigene Textbausteine und Vorlagen
Gliederung des LV Fachliche Prüfung und Freigabe

GAEB-Software sollte diese Teile sauber zusammenführen, ohne die Ausschreibungsstruktur stillschweigend zu verändern. Wenn eine Menge unklar ist oder eine Leistung fehlt, klärst Du das, bevor Du ein verbindliches Angebot freigibst. Weitere Grundlagen zur Kalkulation für Handwerker helfen dabei, die eigenen Ansätze systematisch aufzubauen.

Automatisierung kann wiederkehrende Arbeit abnehmen. Eine KI-gestützte Funktion kann beispielsweise aus einer Leistungsbeschreibung oder einem LV einen Angebotsentwurf erstellen. Das ersetzt aber nicht Deine Prüfung: Du musst kontrollieren, ob Positionen, Mengen und Preise fachlich zum Auftrag passen und ob der Entwurf mit Deinen betrieblichen Vorgaben übereinstimmt.

Praktische Regel: Lass die Software vorbereiten, was sich wiederholt. Gib das Angebot erst frei, wenn ein Mensch die Leistung und die Preise geprüft hat.

Denk bei der Auswahl deshalb über die reine Angebotskalkulation hinaus. Wo wird das Projekt mit seiner Objektadresse abgelegt? Wie erfasst die Kolonne ihre Zeiten? Wo landen Baustellenfotos, Notizen und Fortschrittsmeldungen? Und wie findest Du dieselben Positionen später in der Abrechnung wieder? Der Nutzen einer durchgehenden Arbeitsweise liegt darin, dass Büro und Baustelle Informationen am Auftrag sammeln können, statt sie über einzelne Dateien und Nebenkanäle zusammenzusuchen.

Praxisbeispiele aus dem Handwerk

Malerbetrieb im Mehrfamilienhaus

Ein Malerbetrieb bekommt ein LV mit Positionen für ein Mehrfamilienhaus. Das Büro importiert die Daten und prüft, ob Mengen, Einheiten und Leistungsbeschreibungen übernommen wurden. Danach ergänzt es die eigenen Kalkulationsansätze für Material und Arbeitszeit und erstellt ein Angebot mit nachvollziehbaren Positionen.

Nach der Auftragsannahme kann das Team die Baustelleninformationen am Projekt sammeln. Die Kolonne trägt ihre Zeiten ein, ergänzt Fotos und meldet den Fortschritt. Bei der Abrechnung lässt sich so besser nachvollziehen, welche Positionen kalkuliert und welche Leistungen dokumentiert wurden. Für Malerbetriebe gehört eine passende Arbeitsweise im Malerhandwerk dazu.

Ein Maler nutzt ein Tablet mit GAEB-Software zur Angebotserstellung für ein großes Bauprojekt vor einer Baustelle.

SHK-Betrieb mit Heizungsarbeiten

Ein SHK-Betrieb erhält ein LV für Arbeiten an einer Heizungsanlage. Nach dem Import prüft die Sachbearbeitung, ob die Positionen und Einheiten zu den beschriebenen Leistungen passen. Dann ergänzt sie die betrieblichen Preise und speichert das Angebot beim richtigen Projekt.

Während der Ausführung hält die Kolonne Zeiten und Baustellenfortschritte am Auftrag fest. Wenn sich vor Ort eine Rückfrage oder Änderung ergibt, kann das Büro sie dem Projekt zuordnen, statt die Information nur in einem Chat zu suchen. So bleiben Angebotsgrundlage und Baustellendokumentation zusammen. Für den Arbeitsalltag im SHK-Handwerk zählt vor allem, dass die Daten für Büro und Monteure verständlich bleiben.

Elektroinstallateur mit Objektadresse

Ein Elektrobetrieb übernimmt eine strukturierte Leistungsbeschreibung für ein Gebäude. Das Büro ordnet das Angebot dem Projekt mit Objektadresse und Bearbeitungsstatus zu. Vor der Kalkulation prüft es, ob die importierten Positionen und Texte vollständig sind.

Auf der Baustelle ergänzt das Team Zeiteinträge und Fotos. Das Büro kann den Stand des Auftrags im Blick behalten und die Nachweise für spätere Rückfragen sammeln. Der Ablauf bleibt in allen drei Beispielen ähnlich: GAEB-Daten übernehmen, fachlich prüfen, kalkulieren und im Projekt mit der Ausführung verbinden. Die passenden Abläufe für Elektroinstallateure sollten deshalb Büroarbeit und Baustelleneinsatz gemeinsam berücksichtigen.

Auswahlkriterien für eine gute GAEB-Software

Eine gute GAEB-Software öffnet nicht nur Dateien. Sie hilft Dir, Daten passend zum Arbeitsschritt zu übernehmen und Abweichungen vor der Kalkulation zu erkennen. Stelle Anbietern konkrete Fragen und lass Dir typische Abläufe zeigen.

Eine Übersicht der Auswahlkriterien für eine gute GAEB-Software mit vier wichtigen Anforderungen für den Datenaustausch.

Auswahlpunkt Frage für den Betrieb Woran Du es im Alltag merkst
GAEB DA XML Kann die Software die benötigten Austauschphasen verarbeiten? Du kannst die passende Datei für Deinen Arbeitsschritt einordnen.
Versionen und Schemata Werden Dateien gegen die passende Schema-Version geprüft? Die Software meldet, wenn der Aufbau nicht passt.
Erhalt der LV-Struktur Bleiben Positionen, Mengen, Einheiten und Langtexte erhalten? Dein Angebot lässt sich mit der Ausschreibung abgleichen.
Änderungen und Freigabe Kannst Du Originaldatei und Bearbeitungsstand nachvollziehen? Das Team weiß, welche Daten geprüft und freigegeben wurden.

Prüfe auch, wie die Software auf fehlende Mengen, abweichende Einheiten und veraltete Datenstände hinweist. Eine Warnung sollte verständlich sagen, wo Du nachsehen musst, statt nur einen technischen Fehlercode zu zeigen. Schema-Prüfung allein genügt nicht, wenn die Datei zwar korrekt aufgebaut ist, aber nicht zum vereinbarten Projektstatus passt.

Passt die Software zum Team?

Für einen kleinen Betrieb kann eine einfache Import- und Angebotsbearbeitung reichen. Wenn mehrere Kolonnen unterwegs sind, brauchst Du zusätzlich einen gemeinsamen Projektstand für Termine, Zeiterfassung, Fotos und Rückfragen. Frage, ob Mitarbeitende im Browser und auf dem Mobilgerät dieselben Projektinformationen nutzen können.

Prüfe außerdem, wie sich eigene Kalkulationssätze, Vorlagen und Textbausteine einrichten lassen. Automatisierte Angebotsentwürfe können Arbeit sparen, aber Dein Team muss Preise und Leistungen vor dem Versand kontrollieren können. Die Freigabe darf nicht in einer unklaren Zuständigkeit zwischen Büro und Baustelle verschwinden.

Schau Dir zum Schluss an, wie die Lösung die Abrechnung unterstützt. Die GAEB-Fachdokumentation umfasst in GAEB DA XML 3.3, Ausgabe 2023-01, auch X89 für die Rechnung und X89B für rechnungsbegründende Unterlagen im Zusammenhang mit E-Rechnungsformaten. Die Informationen zu GAEB DA XML 3.3 helfen Dir, diesen erweiterten Einsatz einzuordnen. Entscheidend bleibt, ob die Software die Daten Deines Betriebs im konkreten Übergang nachvollziehbar hält.

Craftivo als gemeinsamer Arbeitsstand

Eine importierte Ausschreibung bringt nur dann etwas, wenn sie im Betrieb weiterlebt. Das Angebot gehört zum Projekt, die Baustelle braucht Rückmeldung und die Abrechnung greift später auf die erbrachten Leistungen zurück. Eine Datei, die im Ordner versandet, ist der falsche Endpunkt. Prüfe bei der Auswahl daher immer zwei Dinge: den Import und die Arbeit, die danach anfällt.

Craftivo ist eine cloudbasierte Handwerker-Software für Angebote, Rechnungen, Projekte, Einsatzplanung, Zeiterfassung und Baustellendokumentation. Der GAEB-Import übernimmt das Leistungsverzeichnis zur weiteren Bearbeitung in der Angebotssoftware. Eigene Kalkulationssätze, Vorlagen und Textbausteine bringen Deine betrieblichen Erfahrungswerte in den Angebotsprozess.

Konkret sieht das so aus: Du sitzt im Büro und planst Einsätze über die Plantafel, während der gemeinsame Projektarbeitsstand Objektadresse, Termine, Dateien und Bearbeitungsstatus enthält. Auf der Baustelle erfassen die Monteure ihre Zeiten und laden Fotos, Notizen oder Fortschrittsmeldungen zum selben Auftrag hoch. Zurück im Büro siehst Du direkt, was passiert ist, ohne Telefonrunde und ohne Foto-Mail. Informationen landen am Auftrag, statt sich über getrennte Ordner und Nachrichtenverläufe zu verteilen.

Automatisierung braucht eine klare Freigabe

Eine KI-gestützte Angebotserstellung kann aus einer Beschreibung oder einem Leistungsverzeichnis einen Angebotsentwurf erzeugen. Das spart Zeit beim Aufbau, ersetzt jedoch keine Prüfung. Kontrolliere vor dem Versand, ob die Positionen zur Ausschreibung passen und ob Mengen sowie Preise stimmen. Halte außerdem fest, auf welcher Datei der Entwurf beruht und welche Änderungen Dein Team vorgenommen hat.

Das klingt vorsichtig, ist aber nötig: Während der Bearbeitung sammeln sich schnell mehrere Dateistände an, etwa wenn der Auftraggeber das Leistungsverzeichnis aktualisiert. Bewahre die ursprüngliche Datei auf und ordne Prüfergebnis, Änderungen und Freigabe dem Projekt zu. Die GAEB-Stelle führt zudem eine Beta-Version von GAEB DA XML 3.4, doch eine Beta ist noch keine gültige, eingeführte Austauschversion. Den aktuellen Versionsstand einer Datei klärst Du daher direkt bei der GAEB-Stelle.

Für Betriebe mit mehreren Kolonnen hält ein zentraler Arbeitsstand Zuständigkeiten und Informationen zusammen, während die fachliche Kontrolle beim Team bleibt. So wird sichtbar, welche Datei übernommen wurde, wer das Angebot geprüft hat und welche Nachweise zur Ausführung vorliegen.

Fragen aus dem Betriebsalltag

Ist GAEB nur für Ausschreibungen gedacht?

Nein. GAEB strukturiert den Austausch von Bauinformationen über verschiedene Arbeitsschritte hinweg. Neben Angebotsaufforderung und Angebotsabgabe kann GAEB DA XML auch Daten für die Rechnungsphase unterstützen. Ob eine konkrete Datei zu Deinem Arbeitsschritt passt, hängt von ihrer Austauschphase und dem Projektstand ab.

Brauche ich für jede E-Rechnung eine Leitweg-ID?

Nein. Eine Leitweg-ID ist eine Kennung, mit der eine Rechnung innerhalb der öffentlichen Verwaltung an die richtige Stelle weitergeleitet wird. Im B2B-Bereich zwischen Unternehmen ist sie grundsätzlich nicht erforderlich. Für eine Rechnung an eine Behörde wird sie im B2G-Bereich benötigt. Prüfe vor dem Versand außerdem, welches Rechnungsformat der Auftraggeber verlangt. Die FAQ des Bundesfinanzministeriums zur E-Rechnung erklären die Anforderungen.

Reicht eine normale PDF-Datei als E-Rechnung an eine Behörde?

Nicht automatisch. Eine XRechnung besteht aus strukturierten XML-Daten und enthält keine zusätzliche PDF-Darstellung. XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 erfüllen grundsätzlich die umsatzsteuerlichen Anforderungen an eine E-Rechnung, ausgenommen sind die Profile MINIMUM und BASIC-WL. Willst Du eine XML-Rechnung mit dem Auge prüfen, brauchst Du ein geeignetes Anzeigeprogramm.

Wie sichere ich KI-Angebote bei mehreren Dateiständen ab?

Bewahre die Originaldatei auf und prüfe, ob der Angebotsentwurf auf dem richtigen LV-Stand beruht. Dokumentiere wichtige Änderungen und lass eine fachkundige Person Positionen, Mengen und Preise vor der Freigabe kontrollieren. So bleibt nachvollziehbar, welche Angaben automatisiert vorbereitet und welche vom Betrieb geprüft wurden.

Wähle GAEB-Software danach aus, ob sie Deinen tatsächlichen Ablauf unterstützt: vom Import über die Kalkulation bis zur Dokumentation und Abrechnung. Wenn Du sehen möchtest, wie sich diese Arbeit in einem gemeinsamen Projekt organisieren lässt, kannst Du Craftivo 14 Tage kostenlos testen.


Mit Craftivo kannst Du GAEB-Leistungsverzeichnisse in die Angebotsbearbeitung übernehmen und Projekte mit Planung, Zeiterfassung und Baustellendokumentation verbinden. Teste Craftivo 14 Tage kostenlos und prüfe an einem eigenen Angebot, ob der gemeinsame Arbeitsstand zu Deinem Betrieb passt.

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